Wochenende in Bildern 18. & 19. Juni 2016

Dieses Wochenende gab es ein Familienfest, wir waren viel draußen und was wäre das Wochenende ohne gutes Essen – und ohne noch früheres geweckt werden vom Gemüsekind.

Samstagmorgen, Frühstückszeit.

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Ich fahre am Vormittag zu einem Basar, kaufe ein paar neue Klamotten für mich und Geschirr für unseren Picknickkorb, während der Mann mit dem Gemüsekind den Kaufladen repariert, den wir Anfang der Woche aus dem Regen und vor dem Sperrmüll gerettet haben. N. räumt ihn natürlich gleich und wir spielen verkaufen, bis es Zeit wird zum 70. Geburtstag der Uroma zu fahren (nein, ihr habt euch nicht verlesen, die Uroma von N. ist tatsächloch so jung). Outfit vom Gemüsekind: Hauptsache bunt.

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Meine Schwiegermutter hat extra für uns drei vegan gekocht und gebacken – das wunderbare Rezept für den Seitan-Burger im rosa Brötchen findet ihr auf ihrem Food-Blog „Herd(s)kasper“ und auch der Nachtisch, gefüllte Schoko-Himbeer-Donuts, war richtig lecker! Danke dafür!

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Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt, N. hat das natürlich nicht gestört, er hat abwechselnd auf der Terrasse und mit Regenkleidung im Garten gespielt.

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Gartenglück für Zuhause von der Uroma.

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Auf der Heimfahrt schläft das Gemüsekind im Auto ein und bis um halb sechs am nächsten Morgen weiter. Der Mann und ich nutzen den restlichen Abend um mit der neuste Staffel „Orange is the new Black“ anzufangen. Frühstück am Sonntagmorgen dann mit frisch gemahlenen Kaffee und frisch gebackenen Bananenbrot.

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Puzzle- und Spielzeit am Vormittag. N. hat keine Lust gleich etwas zu unternehmen – und ich auch nicht.

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….wenn der Nachbar für dich mit kocht. Danke Thommy! (bis auf die Soße alles vegan, auch die Spargelsuppe)

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Mittagessen fürs nicht besonders hungrige Gemüsekind: rote Linsen mit Brokkoli, Karotten, frischen Erbsen und Mandelmus.

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Am frühen Nachmittag gehen wir dann doch noch raus – zum Lieblingseisladen. Natürlich gibt es Schokolade fürs Gemüsekind und für mich Hafermilch-Haselnuss und Gurke. Gurke! Hmmm!

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Ich finde es ja toll, dass N. so gerne und viel Laufrad fährt, aber es ist schon immer stressig im Stadtverkehr! Kennt ihr, oder?

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Weiter gehts zum Spielplatz, auf dem wir dank Spielewagen bis kurz nach fünf bleiben. Obwohl ich vergessen habe, Essen einzupacken – Anfängerfehler, als wäre ich gerade erst Mama vom immer hungrigen Gemüsekind geworden! N. schläft ein, während ich ihn die Treppen hoch schleppe und liegt jetzt ohne Abendessen und mit sandigen Klamotten im Bett. Mal abwarten wie lange, ich habe es nicht geschafft ihn wieder zu wecken und nutze jetzt einfach die Zeit, bis er noch mal aufwacht.

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Unser Abendessen: Burger-Reste mit Gemüse-Patties, Rohkost-Salat und Weißwein. Ein guter Wochenend-Abschluss. Das Brot für Morgen ist schon im Ofen und die To-do Liste für kommende Woche lang – kommt auch alle gut in die neue Woche 🙂

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„Ich vertraue dir!“ Warum wir unseren Kindern im Alltag mehr vertrauen sollten

Mein Sohn ist jetzt fast 3 1/2 Jahre alt – und damit geht auch einher, dass er seinen eigenen Kopf hat und eigene Entscheidungen treffen will. Wobei, seinen eigenen Kopf – und das meine ich positiv – hat er schon immer, er wusste schon immer, was er will, nur jetzt ist er so groß, dass er das eben auch sehr oft umsetzen kann. Und das finde ich gut! Es gehört für mich zur bedürfnisorientierten Erziehung dazu. Ich möchte ihn unterstützen und ihn begleiten, aber er soll selbst entscheiden dürfen. Ich respektiere ihn und seine Entscheidungen. Doch dazu braucht es Vertrauen – und gerade das fehlt uns leider so oft.

Ein Beispiel: das Gemüsekind schläft von Anfang an uns bei uns im Familienbett. Seit er zwei Jahre alt ist und sein eigenes Zimmer bekommen hat, steht dort auch ein eigenes Bett. Manchmal hat er schon darin geschlafen, wie oft kann ich aber an zwei Händen abzählen. Ich habe ihn nie dazu gedrängt darin zu schlafen, sondern ihm vertraut, dass er sich irgendwann selbst dazu entscheiden wird. Und genau das hat er Anfang Mai getan, von einem auf den anderen Tag. Plötzlich sagte N. abends, dass er heute im „kleinen Bett“ schlafen würde, und dabei blieb es dann auch für die nächsten Wochen, nicht mal nachts beim Aufwachen kam er zu uns gelaufen, sondern hat nach mir gerufen (wie entspannend das für mich ist, nachts aufzustehen und zu ihm rüber zu gehen, ist eine andere Geschichte).

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Auf instagram habe ich bei Susanne Mirau vor ein paar Tagen das Stichwort „selbst reguliertes einschlafen“ gelesen – und auch dafür braucht es Vertrauen! Das Kind selbst entscheiden zu lassen, wann es schlafen geht, ist nicht einfach, vor allem wenn man selbst abends müde ist und sich auf ein paar Minuten Ruhe, Serien schauen oder Zeit mit dem Partner freut.

„Es tut mir leid Mama, aber ich bin nicht müde, ich stehe noch mal auf und spiele“, sagte N. letzte Woche zu mir, als wir um acht Uhr abends zusammen in seinem Bett lagen. „Nein, ich möchte dass du jetzt schläfst!“, war meine erste Reaktion darauf. Er war morgens schon wieder um sechs aufgestanden, hatte den Vormittag im Waldkindergarten verbracht, wir waren nachmittags auf dem Spielplatz und einen Mittagsschlaf gab es auch nicht. Er musste doch müde sein. „Nein“, schrie er sofort und fing an mit seinen Autos zu spielen. Ich hatte jetzt also zwei Möglichkeiten: Das Kind wieder ins Bett zerren, mit ihm streiten, bis wir beide erschöpft und völlig entnervt sind, oder ihn einfach spielen lassen. Ich entschied mich für Zweiteres, blieb in seinem Bett liegen und las ein paar Artikel auf meinem Handy, bis er nach ungefähr einer Viertelstunde sagte „Okay Mama, ich habe jetzt genug gespielt für heute“ und ins Bett kam.

Ein weiteres Beispiel ist unsere (vegane) Ernährung: ich biete dem Gemüsekind täglich verschiedene Lebensmittel und Gerichte an, sein Geschmack und Appetit sind aber von Tag zu Tag unterschiedlich. Heute Morgen hat er frisch gepressten Apfel-Karotten-Orangen-Saft getrunken, einen halben Apfel dazu gegessen und danach gab es noch eine Portion Haferflocken-Müsli. Gestern hätte ich ihn mit Rohkost jagen können, da hatte er überhaupt kein Interesse daran. Auch hier muss ich meinen Sohn einfach vertrauen. Vertrauen, dass er genug isst und trinkt und sich das nimmt oder verlangt, was er braucht, denn zwingen würde ich ihn niemals zum Essen. Natürlich geht das nur, wenn genug gesunde und frische Lebensmittel und Gerichte zur Auswahl stehen, wenn die Küche voll mit Süßigkeiten ist, würde er sich vielleicht auch öfter Kekse aussuchen. In unserer Küche herrscht Selbstbedienung, wie ich immer wieder feststelle: gestern spiele ich mit dem Gemüsekind in seinem Zimmer, da sagt er, er sei hungrig, aber ich könne ruhig sitzen bleiben, er hole uns was. Zurück kam N. dann mit Walnüssen, getrockneten Datteln und einer Schale für uns beide.

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Oft hört man Sätze wie „der tanzt dir aber ganz schön auf dem Kopf herum!“ – aber das stimmt nicht. Meinen Sohn eigene Entscheidungen treffen zu lassen, ihn bedürfnisorientiert und selbst bestimmt aufwachsen zu lassen, heißt nicht, dass ich meine eigenen Bedürfnisse nicht mehr wahrnehme. Ja, natürlich stecke ich zurück, habe ich weniger Zeit für mich selbst, wenn ich fast den ganzen Tag mit meinem Kind verbringe. Aber das ist nur eine Zeitlang so, wenn er erst noch älter ist, werde ich mich bestimmt nach dieser Zeit zurücksehnen.

Gerade nach der Geburt und als Baby ist es wichtig, dass unsere Kinder uns vertrauen können, nur so können sie sicher aufwachsen und sich entwickeln. Doch wenn sie älter werden, wird das nicht weniger wichtig. Ich sage auch mal zu schnell Nein zu einem Vorschlag oder einer Entscheidung vom Gemüsekind, weil ich gestresst oder genervt bin. Aber dann atme ich durch und denke kurz nach – ist das jetzt wirklich so schlimm, wenn er die anderen Schuhe anziehen will, mit dem Laufrad einen anderen Weg fahren möchte oder noch ein Buch anschauen möchte? Wenn ich meinem Kind mit Liebe und Vertrauen auf Augenhöhe begegne, kann ich auch Grenzen setzen, denn die gibt es trotzdem bei uns – aber die Grenzen sind dann nicht willkürlich, sondern für meinen Sohn nachvollziehbar und verständlich. Manche Grenzen sind fest und aus Sicherheitsgründen so wichtig und da kann er einfach nicht selbst entscheiden (zum Beispiel im Straßenverkehr beim Laufrad fahren), über andere können wir auch diskutieren und sie gemeinsam anpassen.

Jeder Tag ist für das Gemüsekind neu und aufregend, jeden Tag lernt er etwas Neues und entdeckt seine Welt neu – und damit er das kann, muss er sich meiner Liebe und meinem Vertrauen sicher sein.

Wie seht ihr das, fällt es euch auch manchmal schwer, eurem Kind zu vertrauen oder seid ihr vielleicht ganz anderer Meinung als ich? Dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar 🙂

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Vegane Brunch-Buffet Rezepte

Dieses Wochenende drehte sich wirklich alles nur ums Essen bei uns – von Samstagmorgen um sechs bis jetzt um sieben war ich mit Essen beschäftigt. Aber nicht mit dem Verzehren, sondern vor allem mit dem Zubereiten davon. Mit einer Freundin habe ich heute wieder das „Brunch-Buffet“ veranstaltet und dafür viele vegane Speisen zubereitet. Was es genau gab und nach welchen Rezepten ich gekocht und gebacken habe, zeige ich euch jetzt.

brote

Brötchen und Baguette haben wir gekauft, dazu habe ich aber auch noch ein paar Brote gebacken:

Oliven-Weizenbrot: 500g Weizenmehl, 1 Päckchen Trockenhefe, 1 Tl Salz, 1 EL Apfelessig, 450 ml lauwarmes Wasser und viele grüne Oliven. Alles gut verkneten und im noch kalten Ofen bei 200°C für eine Stunde backen.

Dinkelbrot: 250 g Dinkelmehl, 250 g Dinkelvollkornmehl, 1 Päckchen Trockenhefe, 1 Tl Salz, 1 EL Apfelessig, 450 ml lauwarmes Wasser. Alles gut verkneten und in der Form aufgehen lassen. Bei mir wurde es fast doppelt so hoch, als es dann knapp über der Form war, habe ich es bei 180°C für 40 Minuten im vorgeheizten Ofen gebacken.

Brunch-Buffet

Bananen-Brot: nach dem Rezept des „Brokkobanenenbrot“, nur ein bisschen verändert. Ich liebe dieses Rezept und mache es immer, wenn ich reife Bananen übrig habe.
3 Tassen Mehl, 1 El Backpulver und 1 TL Zimt vermischen. Mit ca. 8 klein geschnittenen Datteln, 3 sehr reifen Bananen, 1 Tasse Pflanzenmilch und einem ordentlichen Schuss Ahornsirup verrühren. In den nicht vorgeheitzten Ofen stellen und bei 180°C eine Stunde backen.

Nuss-Brot: ohne Mehl, nur mit Haferflocken, Samen und Nüssen –  „Life-Changing Loaf of Bread“

Paprika-Humus: nach dem Rezept von Vegan Guerilla, hat mir mit frischem Paprika allerdings nicht so gefallen, ich habe dann noch mehr Kichererbsen dazu und mit nur einer Chili-Schote wurde er auch nicht so scharf.

Cashew-Paprika-Dip: 2 Dosen gesalzene Cashew-Nüsse mit 2 roten Paprika pürieren, dazu noch etwas Olivenöl, Petersilie, Pfeffer und Chili-Flocken.

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Oven-baked Oatmeal: habe ich vor Ort nach dem Rezept von Heavenly Carrot Cake Baked Oatmeal zubereitet

veganer Kuchen

Vegane Milchschnitte: Rezept gefunden bei Vegane Produkte, es scheint aber ein Rezept von Attilla Hildmann zu sein. Die Stärke habe ich übrigens einfach weggelassen und die Schlagfix Schlagcreme (gibt es z.B. bei Rewe, Real oder Lidl) benutzt.

Schoko-Bananen-Mandel-Kuchen: ebenfalls ein Rezept von Vegan Guerilla

veganer Eiersalat

Spargel-Salat: mit Quinoa und Räuchertofu, Rezept habe ich vor ein paar Tagen gebloggt

Veganer Eier-Salat: Rezept vom Briefkeks-Blog. Am besten über Nacht ziehen lassen, hat mich tatsächlich an Eier erinnert (oder ich habe schon zu lange keine mehr gegessen ^^ So oder so sehr lecker!)

Quinoa-Salat

Coucous-Salat: Couscous mit heißem Wasser übergießen und quellen lassen. In der Zeit Paprika, Tomaten, Frühlingszwiebel, Karotte, Minze und eine Handvoll getrocknete Aprikosen klein schneiden. Abgeschmeckt habe ich den Salat, den ich spontan noch am Samstagabend zubereitet habe, mit Zitronensaft, Erdnussöl, etwas weißem Balsamico, Salz und Pfeffer.

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Veganer Kräuterquark: 1 Becher Provamel Soja-Quark (zuckerfrei) mit einer Knoblauchzehe und frischen, klein gehackten Kräutern wie Petersilie und Schnittlauch vermischen und mit Salz, Pfeffer und Senf abschmecken.

Außerdem gab es noch Rühr-Tofu (aus mit Natur- und Räuchertofu), Schoko-Kirsch-Kuchen nach einem Rezept von meiner Mutter, das ich noch herausfinden muss, selbst gemachte Marmeladen, Ernuss- und Schokocreme sowie noch ein paar Kleinigkeiten wie Rohkost, Oliven und Wassermelone.

Und natürlich frisch gepresste Säfte: Wassermelone mit Minze und Zitrone sowie Rote Beete-Apfel-Ingwer-Saft.

Für alle, die nicht vegan essen, gab es zudem von Beate noch etwas Wurst und Käse, hartgekochte Eier, Erdbeer-Schmand-Torte und Blätterteig mit Thunfisch und Feta

Wir machen jetzt übrigens eine Sommerpause, im September werden wir aber wahrscheinlich wieder ein Brunch-Buffet veranstalten – Infos bekommt ihr dann noch. Mir hat der Brunch heute wieder sehr gut gefallen, es waren viele Freunde dabei und ich hoffe, dass es allen geschmeckt hat 🙂

-> die Rezepte vom letzten Brunch-Buffet findet ihr hier

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Rezept: veganer Quinoa-Spargel-Salat

Könnt ihr euch auch nie entscheiden, was besser schmeckt, grüner oder weißer Spargel? Dann geht es euch so wie mir – weshalb ich für diesen Salat einfach beide Sorten genommen habe. Dazu noch roten Quinoa, Räuchertofu, Tomaten und Kichererbsen – schon ist der sommerliche, vegane Power-Salat fertig!

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Das Gemüsekind hat das Abendessen übrigens verschlafen, wäre sonst aber wohl auch nicht sonderlich begeistert gewesen. Vor ein paar Tagen hat N. ein Stückchen weißen Spargel probiert, er scheint das aber nicht so schnell wiederholen zu wollen.

Zutaten (für 2 Personen)
ca. 100 g roter Quinoa
je 1/2 Bund weißer und grüner Spargel (jeweils ca. 250 g)
3 Tomaten
1/2 – 1 Block Räuchertofu
1 Knoblauchzehe
1/2 Dose Kichererbsen
Zitronensaft
Leinöl
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Quinoa unter warmen Wasser waschen und dann ca. 20 Minuten in der doppelten Menge Wasser bissfest kochen. Weißen Spargel schälen, grünen waschen und in einem Topf ein paar Minuten weich kochen (aber aufpassen, dass er nicht zu weich wird, zumindest ich mag ihn lieber knackig).

Tomaten und Räuchertofu würfeln, Knoblauch hacken. Zusammen mit den Kichererbsen und dem weichen Quinoa und Spargel in eine Schüssel geben. Als Dressing einfach etwas frisch gepressten Zitronensaft, Lein- und Olivenöl darüber geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schmeckt lauwarm besonders gut.

Lasst euch den Quinoa-Spargel-Salat schmecken 🙂

Buchrezension: „Vegane Eltern – junges Gemüse“

Buch vegane Eltern

Bis das „Handbuch für den veganen Familienalltag“ veröffentlicht wurde, hat es etwas gedauert, denn wie das so ist im Leben, kommt immer etwas dazwischen, im Falle der Autoren Corinna Matzke und Jonas Engelmann zum Beispiel ein zweites Kind. Aber: das Warten hat sich gelohnt. „Vegane Eltern – junges Gemüse“ gibt Tipps für den Alltag mit veganen Kindern und spricht dabei alle relevanten Themen an: wie reagieren, wenn die Kinder unbedingt Käse essen wollen, es Konflikte mit den Großeltern gibt, die Kita kein veganes Essen anbietet und Zirkusausflüge plant, der Kinderarzt misstrauisch ist und Geburtstagsfeiern anstehen. Dazwischen gibt es immer wieder Interviews mit Bloggern, veganen Eltern, Ernährungs- und Erziehungsexperten. Ein Interview mit mir findet ihr übrigens auch im Buch, vielen Dank dafür! Mittlerweile haben wir auch eine Blutuntersuchung beim Gemüsekind machen lassen und die Werte waren sehr gut.

Die ersten zwei Teile des Buches drehen sich um das Vermitteln der veganen Lebensweise und den Familienalltag. Im dritten Teil des Buches geht es dann um die vegane Schwangerschaft, Stillzeit und den Nährstoffbedarf von Kindern. Was mir durchgehend positiv auffällt, ist die undogmatische Einstellung der beiden Autoren. Wir sprechen hier eben über Kinder, die ihren eigenen Kopf haben, die Welt entdecken wollen und denen das Essen Spaß machen soll. Wir haben viel Spaß beim Essen, beim Entdecken neuer Lebensmittel und beim gemeinsamen Zubereiten. Statt Druck und Zwang sollte der Veganismus lieber positiv vorgelebt werden, finden auch die Autoren.

„Wenn euer Kind sich aus freien Stücken gegen eine vegane Ernährung entscheidet, so müsst ihr diese Entscheidung akzeptieren. Zwang und Druck wird es nicht dazu bringen, seine Entscheidung rückgängig zu machen. Toleranz sollte Teil eures Erziehungsmodells sein, und gerade eure Kinder haben Toleranz verdient. Das heißt nicht, dass ihr nun zuhause wieder Käse oder gar Wurst auffahren müsst – ganz im Gegenteil: gerade jetzt ist es umso wichtiger, an eurem Lebensstil ganz selbstverständlich festzuhalten, konsequent euer veganes Leben weiterzuführen, authentisch zu bleiben, aber dem Kind die Freiheit zu lassen, anderswo eigene Entscheidungen zu treffen und an ihnen festzuhalten. […] Sicher sein könnt ihr euch: Allein durch eure Vorbildfunktion und die Selbstverständlichkeit, mit der Veganismus bei euch gelebt wird, entwickelt euer Kind eine Sensibilität für das Thema und wird sein Leben lang den Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten nicht selbstverständlich finden. Damit ist schon viel gewonnen, mehr als die meisten jemals als Input mit auf den Weg bekommen haben.“ (S.24-25)

Buch vegane Eltern

Schon im Vorwort sprechen die beiden Autoren einen für mich auch gerade aktuell relevanten Punkt an: Veganismus ist kein Lifestyle, sondern eine grundsätzliche Entscheidung für einen respektvollen Umgang mit Tieren, Menschen und der Umwelt. Natürlich freue ich mich darüber, dass Veganismus immer positiver in den Medien besprochen wird, mehr Menschen auf tierische Produkte verzichten und dass man überall pflanzliche Lebensmittel kaufen kann – aber ich hoffe dabei auch, dass es für die Menschen mehr als nur ein Trend ist, der ihnen dabei hilft schlanker zu werden. In den Medien rückt dieser Punkt leider oft viel mehr in den Fokus als ethische Gründe. Zudem sehe auch ich den Veganismus als Teil unser Lebenskonzepts, als einer der Werte, die ich meinem Kind mit auf den Weg geben möchte. Dazu zählt auch, dass wir uns gesellschaftliche engagieren, in der Flüchtlings- oder Obdachlosenhilfe beispielsweise und die Positionierung und Ablehnung von Gewalt, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus oder Homophobie.

Den verschiedenen Themen des Buches sind immer zwei bis vier Seiten gewidmet – von mir aus könnte das Buch gerne noch viel dicker und ausführlicher sein. Für Familien, die schon länger den veganen Familienalltag leben, sind nicht in jedem Kapitel neue Information dabei, aber vielleicht Denkanstöße oder Anregungen. Zudem kann es auch einfach bestärkend sein, in Zeiten in denen man vielleicht wenig Unterstützung bekommt oder auf Unverständnis mit der veganen Ernährung stößt. Deshalb mag ich auch die Interviews im Buch sehr, es ist einfach schön zu sehen, dass man nicht alleine mit seinen Werten und Vorstellungen ist, gerade weil einem im Alltag doch oft andere vegane Familien zum Austausch fehlen.

Interview vegane Eltern

Wochenende in Bildern 28. & 29. Mail 2016

Dieses (lange) Wochenende war so schön, es hat uns wirklich gut getan. Wir waren die meiste Zeit draußen, in der Sonne, da das angekündigte Gewitter zum Glück immer gewartet hat, bis das Gemüsekind im Bett war. Gerade eben ist N. eingeschlafen und da ich noch arbeiten muss, gibt es heute nur eine kleine Zusammenfassung unseres Wochenendes.

Samstag

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Den Samstag haben das Gemüsekind und ich zusammen auf dem Spectaculum Worms verbracht. Sieben Stunden waren wir dort und N. war die ganze Zeit in Bewegung, hat alle Kinder-Aktionen mitgemacht, ist barfuß übers Gelände gerannt und hatte großen Spaß – genauso wie ich.

Sonntag

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Am Sonntagmorgen haben wir mal wieder Faultierbrötchen gebacken, danach bin ich zum Sport und das Gemüsekind zuhause in die Badewanne. Nachmittags sind wir dann alle zu meinem Vater und seiner Frau gefahren, haben Erdbeertörtchen gegessen, in der Sonne gespielt und abends zusammen gegrillt. Jetzt liegt das Gemüsekind im Bett und es fängt an zu regnen – perfektes Timing! Ich hoffe, ihr konntet euer Wochenende auch alle so genießen und kommt gut in die neue Woche 🙂

Blogparade: Fakten, Fakten, Fakten – über mich!

Gestern habe ich bei Dani von Glucke und so 33 Fakten über sie gelesen und dabei wieder festgestellt, wie gerne ich doch ein bisschen mehr über andere Blogger erfahre, sei es auf ihren Blogs oder auch auf Instagram, wo es diese „10-Fakten-Posts“ ja öfter mal gibt. Und weil mir das so gut gefällt, mache ich jetzt auch einfach bei der Blogparade von Stylepeachcock mit und erzähle euch so viele Dinge über mich, wie ich Lebensjahre zähle – ungeordnet und ganz spontan, mal ein etwas anderer Blogpost hier auf Gemüsebaby.

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Rezept: Marinierter Tofu

Marinierter Tofu gehört zu meinem Grundrezepten und ich verwende ihn für allerlei Gerichte. Deshalb ist es an der Zeit, das Rezept auch mal mit euch zu teilen 🙂 Ich nutze dabei Naturtofu, den ich in der Marinade ziehen lasse, mal einen halben Tag, mal nur eine halbe Stunde lang, schmeckt so oder so. Er passt gut zu Gemüsepfannen, Kartoffelgerichten oder auch im Sommer ins Gemüsepäckchen für den Grill.

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Zutaten (für zwei Personen)
1 Päckchen Naturtofu
2 Knoblauchzehen
1 Stückchen Ingwer, ca. daumennagelgroß
Soja-Soße Shoyu
Öl (ich verwende gerne Oliven- oder Erdnussöl)
1 Tl Agavensirup
Chiliflocken

Naturtofu würfeln, Knoblauch und Ingwer hacken. Mit Soja-Soße und Olivenöl vermengen – der Tofu muss nicht darin schwimmen, sollte aber rundherum damit benetzt sein. Probiert einfach aus, wie viel ihr braucht, ein zu viel gibt es fast nicht. Mit Agavensirup und Chiliflocken abschmecken und ziehen lassen. Je nachdem ob euer Kind mit isst oder nicht, etwas sparsamer mit den Chiliflocken sein.

In einer (beschichteten) Pfanne scharf anbraten, Öl gebe ich dabei gar keins mehr dazu, höchstens noch etwas Soja-Soße. Über euer fertiges Gericht streuen, nicht mit in die Soße geben, damit es schön kross bleibt. Lasst es euch schmecken!

Wie verwendet ihr Naturtofu am liebsten? Verratet mir gerne, wie ihr am liebsten euer Tofu esst, denn wir wissen ja, dass es alles andere als langweilig ist 😉

…und der Gewinner ist

Vielen Dank, dass ihr so zahlreich an meinem kleinen Brot-Gewinnspiel teilgenommen habt! Ich habe mich sehr über eure Kommentare auf dem Blog, bei Facebook und Instagram gefreut.

Das Gemüsekind hat eben Glücksfee gespielt und eine Instagram-Gewinnerin gezogen! Herzlichen Glückwunsch, das Päckchen mit dem Brotback-Set von Brotliebling und einem Gläschen selbst gemachten Löwenzahnhonig macht sich so schnell wie möglich auf den Weg zu dir 🙂

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