Besser schlafen: Die Qual der Wahl der richtigen Kindermatratze #werbung #sponsored

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(Artikel in freundlicher Zusammenarbeit mit Matratzen Test Sieger / Werbung)

Vor einiger Zeit habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es ist unseren Kindern zu vertrauen und wie sich das Gemüsekind selbst dazu entschieden hat, in seinem Bett im eigenen Zimmer zu schlafen. Kaum war der Artikel veröffentlicht, entschied sich N. wieder bei uns im Familienbett zu schlafen. Als hätte er den Text gelesen 🙂 Wieder ein paar Tage später, und er schläft sogar alleine in seinem Bett ein. So oder so: wir akzeptieren seine Entscheidung, es wird aber wohl Zeit, sich über Kinderbetten und -matratzen zu informieren, denn das Bett vom Gemüsekind wird in absehbarer Zeit zu klein werden. (Für mich ist es schon zu klein, ich bin schon öfter nachts darin eingeschlafen und Stunden später mit schmerzenden Beinen aufgewacht)

Bei der Wahl der richtigen Matratze fürs Babybett machen sich Eltern im Vorfeld viele Gedanken, aber die Matratze fürs Kinderbett ist ebenso wichtig. Schließlich verbringen Kinder deutlich mehr Zeit im Bett als Erwachsene und schlafen im Schnitt 9 bis 13 Stunden (so zumindest die Theorie, das Gemüsekind schläft leider oft genauso viel – oder wenig – wie ich). Material, Preis, Hersteller – man kann Stunden mit der Suche nach der idealen Matratze verbringen. Um Eltern dabei zu unterstützen gibt es von den „Dormando Schlafexperten“ den Babymatratzen Test.

Der Babymatratzen Test bietet einen guten Überblick über die besten Baby- und Kindermatratzen und stellt die Testsieger in einem ausführlichen Testbericht vor. Geprüft wurden nicht nur das Material und die Verarbeitung, sondern auch Haltbarkeit, Liegekomfort, Schlafklima und das Preis-Leistungsverhältnis. Da auch Kinder sich erst mal an ihre neue Schlafunterlage gewöhnen müssen, gibt es auch für die Kleinsten das Angebot, die Matratze 100 Tage zu testen und bei Unzufriedenheit einfach zurück zu schicken.

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Wir haben das Bett vom Gemüsekind damals gebraucht gekauft, eigentlich ist es ein Gitterbett, das man aber auch zum Kinderbett umbauen kann. Die Matratze haben wir mit dazu bekommen und sie ist qualitativ hochwertig, aus Kokos-Kautschuk und Naturlatex, und sie war auch sehr gepflegt, sonst hätten wir sie nicht weiter genutzt. Je mehr ich aber über Kindermatratzen lese, desto stärker stelle ich fest, dass es nicht ideal ist, sie weiterzugeben oder gebrauchte Matratzen zu nutzen…

Die wichtigsten Kriterien für Kindermatratzen auf einen Blick

– empfindliche Kinderrücken sollten im Schlaf gestützt werden, ausreichend feste Matratze, da die S-Form der Wirbelsäule sich erst noch entwickelt
– gute Durchlüftung, atmungsaktiver Kern, damit es keinen Feuchtigkeitsstau gibt. (Für uns besonders wichtig, da das Gemüsekind im Sommer sehr stark schwitzt und in einer Dachwohnung leben)
– ideal ist es, wenn der Bezug waschbar ist, auf die Gründe muss ich wohl nicht näher eingehen 😉
– hoffentlich nicht nur für uns wichtig: natürliche Materialien, gerne vegan, auf jeden Fall schadstofffrei, gute und transparente Herstellungsbedingungen

Tipp: Matratze alle paar Wochen wenden und regelmäßig lüften.

-> Zum Weiterlesen, da guter Schlaf nicht nur für Kinder, sondern auch für uns Erwachsene wichtig ist:
Die beliebtesten Matratzen für Erwachsene im Test

 

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Wochenende in Bildern 23. & 24. Juni 2016

Dieses Wochenende fing nach einer schlechten Nacht viel zu früh an – und so waren wir alle schlecht gelaunt. Bis ich um kurz nach neun beschloss mit dem Gemüsekind einfach rauszugehen, mein Mann musste später bei einem Umzug helfen und konnte deshalb sowieso nicht mit. Ich packte ein paar Klamotten und das Gemüsekind ein und wir fuhren einfach los. Ohne Ziel und Plan – und es wurde ein toller Tag! Ebenso wie der heutige, das ganze Wochenende war wirklich schön und doch noch entspannend und harmonisch.

Samstagmorgen: Eis gegen schlechte Laune. Habe ich am Abend zuvor noch eingefroren und es besteht nur aus Soja-Kokos-Joghurt und Bananen.

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Als der Mann wach ist, frühstücken wir noch mal gemeinsam, mit frisch gepresstem Orangen-Apfelsaft.

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Danach fahren das Gemüsekind und ich etwas weiter mit unserem Christiania-Bike und entdecken neue Spielplätze. Und merken langsam: das wird ja doch noch ein richtig schöner Tag!

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Später am Nachmittag – nach einer Eispause und einem Schläfchen im Bakfiets – statten wir endlich der Darmstädter Kinder- und Jugendfarm einen Besuch ab. Und es ist so schön! So wild und frei oder wie Rebecca letztens schrieb: „Bullerbü in Darmstadt“. Noch mehr Bilder und Eindrücke gibt es übrigens auch bei Frida von 2KindChaos, die genauso begeistert ist wie wir.

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Bei unserem überstürzen Aufbruch am Morgen habe ich außer Bananen und einem Apfel nichts zu essen eingepackt und das mittlerweile schon sehr hungrige Gemüsekind möchte eine frisch gebackene Waffel – das einzige, das es auf der Kinder- und Jugendfarm zu kaufen gibt. Natürlich ist sie nicht vegan, leider. Essen darf N. sie heute trotzdem.

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Abendessen Zuhause: Tortellini mit Rohkost und Leinöl fürs Gemüsekind…

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…Curry mit Soja-Streifen für uns. Kein schönes Bild, trotzdem lecker.

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Sonntagmorgen: ausgeschlafen und gut gelaunt und holen wir Brötchen und frühstücken dann gemeinsam. Das Gemüsekind hat natürlich davor schon Müsli gegessen, ohne Müsli würde N. niemals das Haus verlassen 🙂

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Nach dem Frühstück beschließen wir in die Odenwald-Therme zu fahren. N. liebt Wasser ja sehr und nachdem er jetzt auch endlich mal Schwimmflügel trägt, übt er stundenlang mit dem Papa tauchen, während ich mich in der Sauna entspannen kann. Heute gibt es in der Therme sogar extra Kinderaktionen, so dass man sich keine Gedanken darüber machen muss, ob die Kinder im Thermalbad denn auch erwünscht sind oder nicht. Wobei wir mit der Odenwald-Therme sehr gute Erfahrungen gemacht haben und nie das Gefühl hatten, dass Kinder als störend empfunden werden.

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Auf dem Nachhauseweg schläft N. innerhalb von Sekunden ein, zuhause bleiben alle Weckversuche von mir erfolglos. Also lassen der Mann und ich den Sonntagabend gemütlich mit „Vushi“ und House of Cards ausklingen. Kommt alle gut in die neue Woche 🙂

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12 von 12 im Juli

Heute ist der 12. Juli – und ich habe tatsächlich auch daran gedacht, genug Fotos zu knipsen, um bei den 12 von 12 von Draußen nur Kännchen mitzumachen! Also, los geht’s, ich zeige euch in 12 Bildern, was wir heute alles so gemacht haben.

#1 Mein Mann muss heute beruflich in eine andere Stadt fahren und verlässt deshalb schon um viertel vor fünf die Wohnung – natürlich wacht das Gemüsekind dabei auf, zum Glück schläft N. aber etwas später noch mal in seinem Bett ein. Um halb acht frühstücken wir dann (richtig spät für uns!) – natürlich Müsli.

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#2 Da N. nur drei Mal die Woche im Waldkindergarten ist (zumindest jetzt noch) gehen wir ins Fitnessstudio, ich mache einen Kurs, N. geht in die Kinderbetreuung.

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#3 Frühstück fürs Gemüsekind in der Kinderbetreuung.

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#4 Leider ist neben dem Eingang zum Fitnessstudio eine Eisdiele – da kommen wir heute nicht dran vorbei. N. isst veganes Bitterschokoladeneis (was gar nicht bitter ist), ich esse die Reste, da die Kugel viel zu groß ist.

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#5 In der Stadt gehen wir noch einkaufen und natürlich Brio-Bahn spielen im Spielwarengeschäft.

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#6 Wieder zu Hause ist Zeit fürs Mittagessen. Für mich gibt es Kartoffeln und Salat…

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#7 …fürs Gemüsekind Tortellini mit Mais, Paprika, Hefeflocken und Leinöl.

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#8 & #9 Nach dem Mittagessen besuchen wir eine Nachbarin und gehen dann in unseren Garten, als Snack gibt es Nüsse, Trockenfrüchte und Trauben. Wir spielen mit einer Plastikangel, zu dessen Kauf mich das Gemüsekind in der Stadt überredet hat. Natürlich ist sie total billig verarbeitet, ich muss sie erst mal mit Sekundenkleber „reparieren“. „Oh je, jetzt habe ich eine Angel, aber wir essen doch gar keine Fische!“, fällt dem Gemüsekind später auf 🙂

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#10 Wir bereiten gemeinsam das Abendessen zu, es gibt Zoodles-Auflauf und Salat. Das Gemüsekind mag die Zucchini-Nudeln roh, frisch aus dem Ofen kann er das Ganze aber nicht mehr essen und flippt etwas aus – vielleicht liegt es aber auch an seiner Müdigkeit, denn fünf Minuten später schläft er einfach auf dem Boden ein.

Rezept für den Zucchini-Nudel-Auflauf
1 große Zucchini mit dem Spiralschneider zu Spaghetti verarbeiten. 1/2 Block Tofu mit den Händen zerkrümeln und mit 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe und 4 Champignons in etwas Kokosöl anbraten. 1 Dose gehackte Tomaten, etwas frischen Basilikum und die Zucchini-Nudeln dazu geben, gut verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Das ganze in eine Auflaufform geben und je nach Geschmack mit Hefeschmelz, Käseersatz, Mandelmus o.ä. überbacken. Mit frischem Basilikum bestreuen und schmecken lassen.

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#11 Chaos im Kinderzimmer. Bei euch sieht es doch auch so aus, oder? Ich schaffe es das schlafende Gemüsekind ins Bett zu tragen, ohne über etwas zu stolpern oder ihn zu wecken.

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#12 Am Wochenende haben wir die Katzen unserer Nachbarin gefüttert und ihre Blumen auf dem Balkon gegossen – dafür hat sie uns aus Prag Bier und Knoblauch-Chips mitgebracht. Da muss jetzt nur noch der Mann endlich Nachhause kommen 😉

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Ersatzprodukte von Fleischkonzernen – kaufen oder nicht kaufen?

Lest ihr auch so gerne den Blog der dreifach Mama Verena „Der Stillzwerg“? Ich habe mich letzte Woche sehr gefreut, als sie mich gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte, meine Gedanken zum Thema Fleischersatzprodukte für sie aufzuschreiben. Voraus ging dem eine Diskussion auf der Facebook-Seite von Gemüsebaby, in der es um den Austritt von Wheaty aus dem VEBU ging. Ich begrüße diese Entscheidung und finde sie nur konsequent – ich finde es nicht gut, dass der VEBU mit Fleischkonzernen kooperiert, auch wenn das Ziel ist, dass mehr Menschen fleischfrei essen. Warum das so ist, habe ich beim Stillzwerg erzählt und ihr könnt es jetzt auch noch mal hier lesen.

vegan grillen

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich vor einigen Jahren, noch bevor das Gemüsekind geboren wurde, zum ersten Mal auf der Veggie-World in Wiesbaden war. Vegane Wurst hatte ich bis dahin noch nicht so oft gegessen, es gab sie einfach nicht überall. An diesem Tag kaufte ich eine vegane Salami, die mich so an das Original erinnerte, dass ich sie fast nicht essen konnte.

Seit diesem Tag hat sich viel getan und als Veganerin bin ich schon längst keine Exotin mehr, ich muss nicht mehr alles online bestellen oder im Reformhaus kaufen, selbst der kleinste Supermarkt bietet vegane Fleisch- und Milchalternativen an. Das freut mich einerseits, vegan wird immer bekannter, vegane Produkte werden stärker nachgefragt, dass macht den Alltag für mich einfacher. Anderseits sind vor allem im letzten Jahr (so zumindest mein Gefühl) immer mehr Produkte von mir noch unbekannten Marken im Supermarkt aufgetaucht, hinter denen Fleisch- oder Milchkonzerne stecken. Ein Blick auf die Verpackung oder die Website hilft bei der Frage nach dem Hersteller nicht immer weiter, die Konzernstrukturen sind oft undurchsichtig.

Bei anderen Produkten hingegen ist es klar, wer der Produzent ist, zum Beispiel bei der Rügenwalder Mühle. Für mich sind diese Produkte aber keine echte Alternative – schon ohne groß darüber nachzudenken kommt es mir einfach falsch vor einen Fleischkonzern zu unterstützen. Denn dieser bietet ja nicht nur die vegane oder vegetarische Wurst an, Tiere werden für die anderen Produkte weiterhin geschlachtet und verarbeitet. Kein Fleischkonzern bietet Ersatzprodukte aus Überzeugung an – es lässt sich einfach zusätzlicher Profit damit machen.

Ein beliebtes Argument ist, dass wenn immer mehr Menschen vegane Produkte kaufen, weniger Fleisch gegessen wird. Das mag stimmen, der Fleischkonsum in Deutschland geht etwas zurück – aber die Fleischkonzerne produzieren dadurch nicht weniger Fleisch, ganz im Gegenteil. Laut der Süddeutschen Zeitung wurden 2015 8,22 Millionen Tonnen Fleisch produziert, so viel wie noch nie. Und der größte Teil davon wird ins Ausland exportiert. Den Tieren ist damit also überhaupt nicht geholfen, ebenso wenig wie mit vegetarischer Wurst, die Hühnereiweiß enthält, dass meist aus Bodenhaltung kommt. Wer Ersatzprodukte von Fleisch- und Milchkonzernen kauft, rettet damit also leider überhaupt keine Tiere.

Und die kleinen veganen Konzerne, die Pioniere der Szene, was macht das mit ihnen? Sie haben nicht die Möglichkeiten einer Rügenwalder Mühle, können im Wettbewerb um teure Regelflächen im Supermarkt nicht mitbieten und können nicht so viel in Werbung investieren. Vegane Unternehmen müssen fürchten (und das ist auch schon passiert) aus den Regalen gedrängt zu werden. Für viele könnte das das Aus bedeuten.

Meine Sorge ist auch, dass viele Menschen, die sich jetzt aus einem Trend oder einer Laune heraus fleischfrei ernähren, das nicht für immer tun werden. Ich bin grundsätzlich glücklich über jeden, der aufhört Fleisch zu essen oder tierische Produkte zu konsumieren, aber meine Gründe dafür sind eben andere. Ich ernähre mich und meine Familie rein pflanzlich, da ich nicht möchte, dass für unseren vermeintlichen Genuss Tiere leiden und sterben müssen. Ich schätze sie als Lebewesen und sehe sie nicht als Produkt an. Dazu kommen noch ökologische und gesundheitlichen Gründe. Was ist, wenn der Trend vorüber ist, die Menschen weiterziehen zum nächsten Hype? Die Milch- und Fleischkonzerne können sich einfach wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, die veganen Unternehmen aber gibt es dann vielleicht nicht mehr. Wir haben als Konsumenten die Macht das zu beeinflussen und zu ändern, durch unser Kaufverhalten. Wir kaufen deshalb vegane Produkte von veganen Unternehmen – bitte nutzt euren Einfluss ebenfalls.

Und jetzt ihr: Wie ist eure Meinung dazu, wie steht ihr zu dem Thema? Kauft ihr Ersatzprodukte ohne euch groß Gedanken darüber zu machen, wer der Hersteller ist, findet ihr das unnötig? Oder vermeidet ihr sie ebenfalls? Diskutiert gerne mit mir 🙂

Zum Weiterlesen

Vegan News: „Fleischalternativen im Überblick – Marktentwicklung und Hersteller“

Vegan News: „Fleischkonzerne expandieren – Verdrängung im Markt der veganen Fleischalternativen“, Interview mit Andreas Bender

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Gemüsekind-Gespräche

Das Gemüsekind kommt mit einer Flasche stillem Wasser die Treppen bei den Großeltern runter gelaufen und ruft mir triumphierend zu: „Mama, ich habe veganes Wasser gefunden! Bei der Oma gibt es veganes Wasser!“

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Auf unserem Teller #6

Die letzten Wochen sind sehr stressig hier, ich arbeite viel, leider aber ohne dass das Gemüsekind mehr betreut wäre. Das bedeutet viel abends arbeiten, wenn N. schläft – deshalb ist es momentan etwas ruhiger auf dem Blog. Aber da wir natürlich trotzdem kochen und backen, gibt es jetzt ein bisschen Inspiration für euch.

Noch keine Idee, was morgen auf den Tisch kommt? Vielleicht ist bei unseren Gerichten der letzten Tage ja etwas für euch dabei 🙂

Frühstück, Frühstück, Frühstück, fürs Gemüsekind so wichtig wie keine andere Mahlzeit.  Für mich immer mit verschiedenen Nüssen, Kernen und Joghurt oder mit Overnight-Oats, für N. vor allem mit Haferflocken, Rosinen und Amaranth- oder Quinoa-Pops.

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(mehr …)

Wochenende in Bildern 2. & 3. Juli 2016

Das erste Juli-Wochenende ist schon fast wieder um! Eigentlich wäre ich dieses Wochenende gerne endlich mal zum See gefahren, aber das Wetter hat das ja leider anders gesehen. Unterwegs waren wir trotzdem viel – in unserer Stadt ist gerade Jahrmarkt, das Gemüsekind war schon seit Tagen ganz aufgeregt. Und da auch meine Cousine aus den USA gerade zu Besuch ist, gab es viel Kirmes- und Familienezeit.

Samstag: Frühstücken mit dem Mann, bevor er übers Wochenende weg fährt. Den Vormittag verbringen das Gemüsekind und ich zuhause, es regnet nur und als sich am Nachmittag endlich die Sonne blicken lässt, gehen wir Karussell fahren. Am Abend übernachtet N. bei den Großeltern, meine Cousine und ich gehen vegane Döner essen, fahren die großen Karussells und schauen Fußball.

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Sonntag: Familien-Frühstück, ein spontaner Ausflug auf den Bauernhof und am Nachmittag holen wir noch die Uroma zu Kaffee & Kuchen dazu. Bei mir schlägt leider die Pollenallergie voll zu, entsprechend erschöpft beende ich den Sonntagabend hoffentlich bald. Falls jemand Tipps für Heuschnupfen-Geplagte hat – immer gerne her damit 😉

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Wochenende in Bildern 18. & 19. Juni 2016

Dieses Wochenende gab es ein Familienfest, wir waren viel draußen und was wäre das Wochenende ohne gutes Essen – und ohne noch früheres geweckt werden vom Gemüsekind.

Samstagmorgen, Frühstückszeit.

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Ich fahre am Vormittag zu einem Basar, kaufe ein paar neue Klamotten für mich und Geschirr für unseren Picknickkorb, während der Mann mit dem Gemüsekind den Kaufladen repariert, den wir Anfang der Woche aus dem Regen und vor dem Sperrmüll gerettet haben. N. räumt ihn natürlich gleich und wir spielen verkaufen, bis es Zeit wird zum 70. Geburtstag der Uroma zu fahren (nein, ihr habt euch nicht verlesen, die Uroma von N. ist tatsächloch so jung). Outfit vom Gemüsekind: Hauptsache bunt.

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Meine Schwiegermutter hat extra für uns drei vegan gekocht und gebacken – das wunderbare Rezept für den Seitan-Burger im rosa Brötchen findet ihr auf ihrem Food-Blog „Herd(s)kasper“ und auch der Nachtisch, gefüllte Schoko-Himbeer-Donuts, war richtig lecker! Danke dafür!

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Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt, N. hat das natürlich nicht gestört, er hat abwechselnd auf der Terrasse und mit Regenkleidung im Garten gespielt.

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Gartenglück für Zuhause von der Uroma.

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Auf der Heimfahrt schläft das Gemüsekind im Auto ein und bis um halb sechs am nächsten Morgen weiter. Der Mann und ich nutzen den restlichen Abend um mit der neuste Staffel „Orange is the new Black“ anzufangen. Frühstück am Sonntagmorgen dann mit frisch gemahlenen Kaffee und frisch gebackenen Bananenbrot.

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Puzzle- und Spielzeit am Vormittag. N. hat keine Lust gleich etwas zu unternehmen – und ich auch nicht.

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….wenn der Nachbar für dich mit kocht. Danke Thommy! (bis auf die Soße alles vegan, auch die Spargelsuppe)

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Mittagessen fürs nicht besonders hungrige Gemüsekind: rote Linsen mit Brokkoli, Karotten, frischen Erbsen und Mandelmus.

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Am frühen Nachmittag gehen wir dann doch noch raus – zum Lieblingseisladen. Natürlich gibt es Schokolade fürs Gemüsekind und für mich Hafermilch-Haselnuss und Gurke. Gurke! Hmmm!

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Ich finde es ja toll, dass N. so gerne und viel Laufrad fährt, aber es ist schon immer stressig im Stadtverkehr! Kennt ihr, oder?

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Weiter gehts zum Spielplatz, auf dem wir dank Spielewagen bis kurz nach fünf bleiben. Obwohl ich vergessen habe, Essen einzupacken – Anfängerfehler, als wäre ich gerade erst Mama vom immer hungrigen Gemüsekind geworden! N. schläft ein, während ich ihn die Treppen hoch schleppe und liegt jetzt ohne Abendessen und mit sandigen Klamotten im Bett. Mal abwarten wie lange, ich habe es nicht geschafft ihn wieder zu wecken und nutze jetzt einfach die Zeit, bis er noch mal aufwacht.

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Unser Abendessen: Burger-Reste mit Gemüse-Patties, Rohkost-Salat und Weißwein. Ein guter Wochenend-Abschluss. Das Brot für Morgen ist schon im Ofen und die To-do Liste für kommende Woche lang – kommt auch alle gut in die neue Woche 🙂

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„Ich vertraue dir!“ Warum wir unseren Kindern im Alltag mehr vertrauen sollten

Mein Sohn ist jetzt fast 3 1/2 Jahre alt – und damit geht auch einher, dass er seinen eigenen Kopf hat und eigene Entscheidungen treffen will. Wobei, seinen eigenen Kopf – und das meine ich positiv – hat er schon immer, er wusste schon immer, was er will, nur jetzt ist er so groß, dass er das eben auch sehr oft umsetzen kann. Und das finde ich gut! Es gehört für mich zur bedürfnisorientierten Erziehung dazu. Ich möchte ihn unterstützen und ihn begleiten, aber er soll selbst entscheiden dürfen. Ich respektiere ihn und seine Entscheidungen. Doch dazu braucht es Vertrauen – und gerade das fehlt uns leider so oft.

Ein Beispiel: das Gemüsekind schläft von Anfang an uns bei uns im Familienbett. Seit er zwei Jahre alt ist und sein eigenes Zimmer bekommen hat, steht dort auch ein eigenes Bett. Manchmal hat er schon darin geschlafen, wie oft kann ich aber an zwei Händen abzählen. Ich habe ihn nie dazu gedrängt darin zu schlafen, sondern ihm vertraut, dass er sich irgendwann selbst dazu entscheiden wird. Und genau das hat er Anfang Mai getan, von einem auf den anderen Tag. Plötzlich sagte N. abends, dass er heute im „kleinen Bett“ schlafen würde, und dabei blieb es dann auch für die nächsten Wochen, nicht mal nachts beim Aufwachen kam er zu uns gelaufen, sondern hat nach mir gerufen (wie entspannend das für mich ist, nachts aufzustehen und zu ihm rüber zu gehen, ist eine andere Geschichte).

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Auf instagram habe ich bei Susanne Mirau vor ein paar Tagen das Stichwort „selbst reguliertes einschlafen“ gelesen – und auch dafür braucht es Vertrauen! Das Kind selbst entscheiden zu lassen, wann es schlafen geht, ist nicht einfach, vor allem wenn man selbst abends müde ist und sich auf ein paar Minuten Ruhe, Serien schauen oder Zeit mit dem Partner freut.

„Es tut mir leid Mama, aber ich bin nicht müde, ich stehe noch mal auf und spiele“, sagte N. letzte Woche zu mir, als wir um acht Uhr abends zusammen in seinem Bett lagen. „Nein, ich möchte dass du jetzt schläfst!“, war meine erste Reaktion darauf. Er war morgens schon wieder um sechs aufgestanden, hatte den Vormittag im Waldkindergarten verbracht, wir waren nachmittags auf dem Spielplatz und einen Mittagsschlaf gab es auch nicht. Er musste doch müde sein. „Nein“, schrie er sofort und fing an mit seinen Autos zu spielen. Ich hatte jetzt also zwei Möglichkeiten: Das Kind wieder ins Bett zerren, mit ihm streiten, bis wir beide erschöpft und völlig entnervt sind, oder ihn einfach spielen lassen. Ich entschied mich für Zweiteres, blieb in seinem Bett liegen und las ein paar Artikel auf meinem Handy, bis er nach ungefähr einer Viertelstunde sagte „Okay Mama, ich habe jetzt genug gespielt für heute“ und ins Bett kam.

Ein weiteres Beispiel ist unsere (vegane) Ernährung: ich biete dem Gemüsekind täglich verschiedene Lebensmittel und Gerichte an, sein Geschmack und Appetit sind aber von Tag zu Tag unterschiedlich. Heute Morgen hat er frisch gepressten Apfel-Karotten-Orangen-Saft getrunken, einen halben Apfel dazu gegessen und danach gab es noch eine Portion Haferflocken-Müsli. Gestern hätte ich ihn mit Rohkost jagen können, da hatte er überhaupt kein Interesse daran. Auch hier muss ich meinen Sohn einfach vertrauen. Vertrauen, dass er genug isst und trinkt und sich das nimmt oder verlangt, was er braucht, denn zwingen würde ich ihn niemals zum Essen. Natürlich geht das nur, wenn genug gesunde und frische Lebensmittel und Gerichte zur Auswahl stehen, wenn die Küche voll mit Süßigkeiten ist, würde er sich vielleicht auch öfter Kekse aussuchen. In unserer Küche herrscht Selbstbedienung, wie ich immer wieder feststelle: gestern spiele ich mit dem Gemüsekind in seinem Zimmer, da sagt er, er sei hungrig, aber ich könne ruhig sitzen bleiben, er hole uns was. Zurück kam N. dann mit Walnüssen, getrockneten Datteln und einer Schale für uns beide.

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Oft hört man Sätze wie „der tanzt dir aber ganz schön auf dem Kopf herum!“ – aber das stimmt nicht. Meinen Sohn eigene Entscheidungen treffen zu lassen, ihn bedürfnisorientiert und selbst bestimmt aufwachsen zu lassen, heißt nicht, dass ich meine eigenen Bedürfnisse nicht mehr wahrnehme. Ja, natürlich stecke ich zurück, habe ich weniger Zeit für mich selbst, wenn ich fast den ganzen Tag mit meinem Kind verbringe. Aber das ist nur eine Zeitlang so, wenn er erst noch älter ist, werde ich mich bestimmt nach dieser Zeit zurücksehnen.

Gerade nach der Geburt und als Baby ist es wichtig, dass unsere Kinder uns vertrauen können, nur so können sie sicher aufwachsen und sich entwickeln. Doch wenn sie älter werden, wird das nicht weniger wichtig. Ich sage auch mal zu schnell Nein zu einem Vorschlag oder einer Entscheidung vom Gemüsekind, weil ich gestresst oder genervt bin. Aber dann atme ich durch und denke kurz nach – ist das jetzt wirklich so schlimm, wenn er die anderen Schuhe anziehen will, mit dem Laufrad einen anderen Weg fahren möchte oder noch ein Buch anschauen möchte? Wenn ich meinem Kind mit Liebe und Vertrauen auf Augenhöhe begegne, kann ich auch Grenzen setzen, denn die gibt es trotzdem bei uns – aber die Grenzen sind dann nicht willkürlich, sondern für meinen Sohn nachvollziehbar und verständlich. Manche Grenzen sind fest und aus Sicherheitsgründen so wichtig und da kann er einfach nicht selbst entscheiden (zum Beispiel im Straßenverkehr beim Laufrad fahren), über andere können wir auch diskutieren und sie gemeinsam anpassen.

Jeder Tag ist für das Gemüsekind neu und aufregend, jeden Tag lernt er etwas Neues und entdeckt seine Welt neu – und damit er das kann, muss er sich meiner Liebe und meinem Vertrauen sicher sein.

Wie seht ihr das, fällt es euch auch manchmal schwer, eurem Kind zu vertrauen oder seid ihr vielleicht ganz anderer Meinung als ich? Dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar 🙂

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