Rezept: Marinierter Tofu

Marinierter Tofu gehört zu meinem Grundrezepten und ich verwende ihn für allerlei Gerichte. Deshalb ist es an der Zeit, das Rezept auch mal mit euch zu teilen 🙂 Ich nutze dabei Naturtofu, den ich in der Marinade ziehen lasse, mal einen halben Tag, mal nur eine halbe Stunde lang, schmeckt so oder so. Er passt gut zu Gemüsepfannen, Kartoffelgerichten oder auch im Sommer ins Gemüsepäckchen für den Grill.

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Zutaten (für zwei Personen)
1 Päckchen Naturtofu
2 Knoblauchzehen
1 Stückchen Ingwer, ca. daumennagelgroß
Soja-Soße Shoyu
Öl (ich verwende gerne Oliven- oder Erdnussöl)
1 Tl Agavensirup
Chiliflocken

Naturtofu würfeln, Knoblauch und Ingwer hacken. Mit Soja-Soße und Olivenöl vermengen – der Tofu muss nicht darin schwimmen, sollte aber rundherum damit benetzt sein. Probiert einfach aus, wie viel ihr braucht, ein zu viel gibt es fast nicht. Mit Agavensirup und Chiliflocken abschmecken und ziehen lassen. Je nachdem ob euer Kind mit isst oder nicht, etwas sparsamer mit den Chiliflocken sein.

In einer (beschichteten) Pfanne scharf anbraten, Öl gebe ich dabei gar keins mehr dazu, höchstens noch etwas Soja-Soße. Über euer fertiges Gericht streuen, nicht mit in die Soße geben, damit es schön kross bleibt. Lasst es euch schmecken!

Wie verwendet ihr Naturtofu am liebsten? Verratet mir gerne, wie ihr am liebsten euer Tofu esst, denn wir wissen ja, dass es alles andere als langweilig ist 😉

…und der Gewinner ist

Vielen Dank, dass ihr so zahlreich an meinem kleinen Brot-Gewinnspiel teilgenommen habt! Ich habe mich sehr über eure Kommentare auf dem Blog, bei Facebook und Instagram gefreut.

Das Gemüsekind hat eben Glücksfee gespielt und eine Instagram-Gewinnerin gezogen! Herzlichen Glückwunsch, das Päckchen mit dem Brotback-Set von Brotliebling und einem Gläschen selbst gemachten Löwenzahnhonig macht sich so schnell wie möglich auf den Weg zu dir 🙂

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„Ich kann das schon alleine“ – Kinder in der Küche

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Das Gemüsekind liebt es in alltägliche Aufgaben miteinbezogen zu werden und ich liebe es, wie spannend selbst alltägliches für Kinder sein kann. Heute Mittag habe ich Quinoa gekocht und das Gemüsekind gefragt, wie wir ihn essen wollen. N. schob sich daraufhin seinen Hocker zum Kühlschrank und wählte Karotten, Paprika und Pilze aus. Und ab da wollte er auch alles alleine weiter machen: Gemüse waschen, abtrocknen, schälen und schneiden.

Wir nutzen das Küchenset von Opinel, was wirklich scharf ist. N. ist sehr vorsichtig und zieht auch den Fingerschutz über, ich assistiere aber natürlich trotzdem und passe dabei auf, dass nichts passiert, er ist ja auch erst knapp 3 1/2. N. wünschte sich dann noch Zwiebel (aber nur ein Stückchen, da sie ja scharf ist) und Knoblauch zu seinem Gericht; letzter natürlich gepresst, das macht am meisten Spaß. Selbst umrühren in der Pfanne durfte ich sein Essen nicht. Nur Zucchini sollte ich dann noch dazu machen, die er aber später doch nicht essen wollte 😉

Ich finde es wunderbar, wenn Kinder im Haushalt und im Alltag mithelfen möchten und als Eltern sollten wir sie dabei unterstützen und es ihnen ermöglichen. Viel zu schnell werden diese Wünsche abgelehnt, schließlich kosten sie Zeit und Geduld und alleine würde das Kochen viel schneller gehen. Für Kinder aber sind das wichtige Lernprozesse und Erfahrungen, sie erleben die Lebensmittel mit allen Sinnen – und selbst gekocht wird ihnen das Essen bestimmt gleich viel besser schmecken 🙂

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Mehr: Blogparade #myrealkitchen und Tipps für Hausarbeit mit Kindern

Wochenende in Bildern 14. & 15. Mai 2016

Samstagmorgen, Willkommen im Chaos. Ich möchte aufräumen, das Gemüsekind möchte eine Autowaschanlage bauen. Ihr kennt das. Hoffe ich doch.

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Nach dem Frühstück fahren wir meine Oma zu ihrer Schwester und entdecken dabei neue Spielplätze, schöne Ecken und süße Läden in dem kleinen Städtchen.

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Am Samstagabend backe ich fürs Abendessen ein Bärlauch-Dinkel-Brot. Wir essen dazu Salat und Tofuwürstchen, aber es schmeckt auch süß belegt, ich frühstücke das Brot am Sonntag mit Löwenzahnhonig.

Falls ihr das Brot auch backen möchtet: 500 Dinkelmehl mit 1 Päkchen Trockenhefe, 1 TL Salz und ca. 350 ml Wasser verkneten. 1 Bund Bärlauch waschen, klein schneiden und mit verkneten. Den Teig ungefähr zwei Stunden aufgehen lassen, erneut kneten und bei 180°C Ober-/Unterhitze 45-50 Minuten backen.

Falls ihr noch an meinem Brotset-Gewinnspiel teilnehmen möchtet, habt ihr noch drei Tage Zeit.

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Vor dem Einschlafen fangen das Gemüsekind und ich noch an, sein Zimmer etwas umzudekorieren. Als N. dann endlich schläft, fährt mein Mann noch schnell zum Supermarkt und mit Chips und Bier schauen wir den ESC. Natürlich twittere ich live mit, ist ja sonst nur der halbe Spaß 😉

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Den Großteil unseres Sonntags verbringen wir auf einem kleinen Mittelaltermarkt. Das Gemüsekind ist begeistert und vor allem fasziniert von der Musik.

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Wunderschöner Rückweg durch den Wald.

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Zum Abendessen sind wir spontan bei meinen Eltern eingeladen, die ihr Abendessen für uns veganisieren. Es gibt Pfannkuchen mit Spargelgmüse – falls ihr das nicht kennt, solltet ihr es unbedingt ausprobieren, passt perfekt zusammen.

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Gute Nacht und wie schön, dass das Wochenende noch gar nicht zu Ende ist, morgen ist ja Feiertag 🙂

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12 von 12 im Mai

#1 Einen Tag zu spät, aber gestern Abend war ich einfach zu müde. Was vielleicht auch daran liegt, dass das Gemüsekind seit ein paar Nächten alleine im Bett in seinem „Spielzimmer“ schläft. N. hat sich selbst dafür entschieden 🙂 Er ist aber noch etwas nervös und wacht ein paar Mal nachts auf, ich gehe dann kurz zu ihm und beruhige ihn, bevor er die Nacht viel zu früh beendet – heute schon um halb fünf!

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#2 Vor dem Waldkindergarten gehen wir noch einkaufen, wir haben ja morgens genug Zeit, wenn der Tag so früh beginnt…

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#3 & #4 Zum Waldkiga und Nachhause und das Ganze zwei Stunden später noch mal. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass es genau in der Zeit geregnet hat und ich jedes Mal nass wurde oder?

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#5 Das Gemüsekind schläft schon auf dem Rückweg im Bakfiets ein und dann noch in seinem Bett weiter. Pause für mich, mit süßer Hirse und New Girl.

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#6 Wir probieren das neue Spielbuch aus, das wir am Morgen gekauft haben.

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#7 Später am Nachmittag darf auch das Gemüsekind noch etwas schauen, eine Folge „Coco, der neugierige Affe“.

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#8 Wir spielen einkaufen – wobei ich das Spielzeug und das Geld bekomme. Bezahlen mal andersherum – wenn das doch auch im echten Leben so wäre 😉

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#9 Noch schnell ein 3-Minuten-Brot aus Dinkelmehl gebacken. Auch ohne langes kneten und aufgehen ist der Teig so wunderbar locker und saftig geworden! Finden auch der Mann und das Gemüsekind, die später noch ein paar Scheiben zusammen essen – „es schmeckt nie wieder so gut wie jetzt“, meint der Mann. Recht hat er.

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#10 Mini-Wraps mit grünem Spargel, Rohkost und Soja-Stripes zum Abendessen.

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#11& #12 Am Abend fahre ich noch zum Campus Dieburg der Hochschule Darmstadt, wir veranstalten heute ein „Testtrinken“ mit unseren Studenten – bei Kaffee, Bier und Brause geben sie sich Feedback zu ihren neu erstellten Blogs, klicken sich jeweils zehn Minuten durch den Blog und reden dabei darüber, was ihnen beim Testen durch den Kopf geht.

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Ein halbes Jahr frisch gebackenes Brot & Rezepte und Gewinnspiel!

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Okay, ich runde ein bisschen auf, aber seit Anfang des Jahres backe ich nun unser Brot selbst – und ich bin wirklich stolz darauf! Ganz bestimmt bin ich noch weit vom perfekten Brot entfernt, denn meine Brote sehen nicht immer so toll aus, die Rezepte sind (noch) simpel und jeder Bäcker würde wahrscheinlich die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Aber: bislang hat uns jedes Brot geschmeckt!

Ich bin auch überrascht, wie einfach das Backen doch ist und ich habe es mir zeitintensiver vorgestellt – zumindest wenn man für den Anfang eher simple Rezepte nutzt. Ein ganz wichtiger Punkt beim selbst gebackenen Brot ist, dass ich weiß, was drin ist – und was nicht. Bei mir kommen Mehl, Hefe und/oder Sauerteig, Wasser, etwas Salz und Apfelessig in den Brotteig, je nach Lust und Laune und paar Saaten und Körner, mehr braucht es nicht.

Das Gemüsekind ist ein Frühaufsteher, was oft ganz schön nervig ist, zum Vorbereiten von Brotteig aber sehr praktisch. Ich rühre und knete morgens alles zusammen, lasse den Teig dann bis mittags aufgehen und backe ihn, wenn wir wieder zuhause sind. Am Anfang habe ich nur Hefe-Brote gebacken, aber mittlerweile gebe ich fast immer auch Sauerteig dazu. Mein Ziel ist es den Sauerteig selbst anzusetzen um ihn dann weiter zu „füttern“ und immer wieder zu verwenden. Aber, es will einfach nicht klappen! Mein Sauerteigansatz geht nicht richtig auf und riecht viel zu schnell viel zu schlimm. Ich habe es zuerst mit diesem Rezept probiert, bei dem drei Tage lang immer Mehl und Wasser hinzugegeben werden, bis der Sauerteig am vierten Tag fertig ist. Das Ergebnis war nicht so toll.

Mein zweiter (dritter und vierter) Versuch war mit dem Grundrezept für Sauerteig aus „Die Kunst vegan zu backen“. Das Rezept ist eigentlich idiotensicher, man braucht nur Roggenvollkornmehl, Roggenvollkornschrot und lauwarmes Wasser und muss den „Starter“ regelmäßig umrühren. Trotzdem geht er nicht richtig auf und beginnt unangenehm zu riechen – die Essigsäurebaktierien haben sich wohl schneller entwickelt als die Milchsäurebakterien. Vielleicht war es einfach nicht warm genug? Wer den ultimativen Tipp hat, damit dass mit dem Sauerteig auch bei mir endlich was wird – bitte her damit! So lange verwende ich einfach weiter den fertigen, z.B. den Sauerteig Extrakt von Alnatura oder den Natur Sauerteig von Seitenbacher, mit beiden habe ich gute Erfahrungen gemacht.

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Sollte mir erst abends auffallen, dass wir kein Brot mehr für den nächsten Tag haben, backe ich auch dann noch schnell frisches, allerdings ohne den Teig vorher aufgehen zu lassen. Dabei orientiere ich mich am Rezept vom „3-Minuten-Brot“, bei dem der Brotteig in den noch kalten Ofen kommt und dann fast eine Stunde lang gebacken wird. Gerade zu Anfang ist mir das Brot dabei immer an den Seiten stark aufgerissen (einmal sogar so sehr, dass ich die Oberseite des Brotes als Deckel abheben konnte 🙂 ), auch wenn ich es vorher oben etwas eingeschnitten habe. Deshalb mache ich es jetzt immer so, dass ich warte, bis das Brot ein paar Minuten im Ofen war und schon eine leichte Krustenbildung hat, und es erst dann auf der Oberseite mit einem scharfen Messer einschneide. So kann die Luft beim Backen dort entweichen und es reißt nicht mehr an den Seiten auf. Das „3-Minuten-Brot“ knete ich auch nicht so lange (oder gar nicht).

Ich backe übrigens oft gar nicht nach Rezept, sondern mische einfach die verschiedenen Mehlsorten zusammen. Dabei verwende ich gerne Vollkornmehle und habe jetzt auch angefangen das Getreide selbst zu schroten. Wer keine Getreidemühle zuhause hat, kann das vielleicht auch im Bio-Supermarkt seiner Wahl machen, bei uns wird es z.B. bei Alnatura angeboten.

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Noch ein paar Tipps und Hinweise, von meinen Erfahrungen der letzten Monate:
– wenn ihr Brot mit Hefe backt achtet darauf, dass das Wasser wirklich nur lauwarm ist. Wenn es zu heiß ist, beginnt der Teig zu sehr zu kleben und der Gärprozess kann umkippen, das heißt, das Brot geht nicht mehr auf.
– das Kneten nicht zu sehr vernachlässigen, der Teig wird einfach besser, lockerer, saftiger. Ideal ist es fünf Minuten dynamisch zu kneten, den Teig gehen zu lassen, nochmals kneten, formen und den Teig vor dem Backen z.B. abgedeckt mit einem feuchten Tuch erneut ruhen zu lassen. Körner und Saaten gebe ich erst beim zweiten Kneten dazu.
– ob das Brot wirklich durch ist, könnt ihr mit dem Klopftest herausfinden: Brot aus der Form lösen und auf die Unterseite klopfen. Hört es sich hohl an, ist es fertig. Funktioniert übrigens genauso mit Brötchen.
– ich verwende gerne Trockenhefe, da sie sich gut lagern lässt ohne dass sie gleich schlecht wird und mir schmeckt sie bei Vollkornbrot auch besser. Ich finde, frische Hefe geht mehr auf uns ist einfach für helles Brot, Brötchen oder Kuchen besser geeignet – aber das ist nur meine Meinung, in vielen Brot-Rezepten wird frische Hefe verwendet.
– ich backe das Brot sehr gerne in einer Kastenform, statt es frei zu formen; ich finde es einfach praktischer für die Brote für die Arbeit und den Waldkindergarten. Aber das ist Geschmackssache, gerade kräftiges Sauerteig wird oft als runder Laib gebacken.
– ich nutze bislang noch kein Gärkörbchen, wünsche mir aber eins, da das Brot sich in der Form schön entfalten kann und auch das typische Muster bekommt. Gerade Sauerteigbrot kann man darin besser gehen lassen, da es schön hoch geht, statt immer flacher zu werden und in die Breite zu gehen.

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GEWINNE! Du willst auch mit dem Backen beginnen, bist aber noch unsicher oder hast nicht so viel Zeit? Dann ist ein Bio-Brotbackset von Brotliebling genau das Richtige für dich! Lieblingsrezept auswählen, nachhause liefern lassen (vom Mehl bis zum Backpapier ist alles dabei), backen und genießen.

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Ihr könnt jetzt das Backset „Flotte Karotte“ gewinnen, ein Weizen-Dinkel-Vollkornbrot mit Karotten. Sehr lecker, ich habe es natürlich getestet 🙂 Und dazu gibt es von mir noch ein Gläschen Löwenzahnhonig, mit Löwenzahn, den das Gemüsekind und ich auf den Streuobstwiesen gepflückt haben.

So könnt ihr teilnehmen:
Werdet Fan von Gemüsebaby auf Facebook oder folgt mir bei Instagram und kommentiert dort oder direkt hier auf dem Blog.
Teilnehmen könnt ihr ab heute bis zum 18. Mai, danach werde ich den Gewinner auslosen, hier bekanntgeben und per E-Mail oder Nachricht (bei Instagram- und Facebook-Teilnehmern) kontaktieren. Das Päckchen mit eurem Gewinn schicke ich euch dann zu. Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahren und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Glück 🙂

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Natürlich gibt es jetzt auch noch das Grundrezept für mein Vollkornbrot. Wie gesagt, ich mische die Mehlsorten gerne etwas, Vollkornweizenmehl, Dinkel- und Roggenmehl habe ich immer da; Roggenmehl verwende ich gerade auch fein geschrotet. Wasser gebe ich immer etwas nach Gefühl dazu, je nach Mehlsorte mal mehr oder weniger. Ich finde das Rezept ideal für allerlei Experimente, wie z.B. mit Weizenmehl, Oliven und getrockneten Tomaten.

500 g Mehl
1/2 – 1 Päcken Sauerteig (je nach angegebener Mehlmenge)
1 Päckchen Trockenhefe
ca. 1 TL Salz
1 EL Apfelessig
maximal 400 ml Wasser

Alle Zutaten in eine Schüssel geben, das Wasser nach und nach dazu schütten und dynamisch verkneten. Mindestens eine Stunde gehen lassen, gerne mehr. Der Teig sollte auf jeden Fall schön aufgegangen und gelockert sein, bevor ihr in weiterverarbeitet. Wer möchte, knetet jetzt Körner und Saaten unter und formt das Brot dann entweder frei oder gibt es in eine Kastenform. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und 40-45 Minuten backen. Mit dem Klopftest schauen ob es fertig ist. Aus der Form lösen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

„3-Minuten-Brot“

Zutaten
500 g Mehl
450 ml Wasser
1 Päckchen Trockenhefe
1 Tl Salz
1 EL Apfelessig

Alle Zutaten in einer Schüssel verkneten oder mit einem Löffel gut verrühren, Körner und Saaten unterrühren. In eine Form geben und in den kalten Backofen stellen. Bei 200°C Ober-/Unterhitze 50-60 Minuten backen. Aus der Form lösen und abkühlen lassen.

Wochenende in Bildern 7. & 8. Mai & Brunch-Rezepte

Dieses Wochenende hat sich alles ums Essen gedreht – heute habe ich mit einer Freundin ein „Verwöhn-Buffet“ veranstaltet und viel veganes beigesteuert. Es gab zwar auch Wurst und Käse, aber die veganen Gerichte waren deutlich in der Überzahl 🙂

Samstagmorgen, alles noch ganz gemütlich, erst mal Brötchen holen. (Ach ja: ich trage eine Hose. Eine Hose. Für alle, die mich nicht persönlich kennen: ich trage nur Röcke und Kleider, nie Hosen.)

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Frühstück im Sonnenschein!

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Am Freitag schon habe ich angefangen mit veganen Baisers aus Kichererbsenwasser zu experimentieren. Das Rezept findet ihr hier. Wenn sie richtig ausgekühlt sind, schmecken sie so gut und sind von der Konsistenz her wie die „echten“ aus Eischnee.

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Das Gemüsekind hilft mir gerne beim Vorbereiten der Schoko-Mousse – vor allem wenn es darum geht, die Schüssel auszuschlecken 🙂

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Am späten Nachmittag gehe ich endlich mit dem Gemüsekind in den Garten. Was für ein Wetter! N. war heute fast den ganzen Tag mit meinem Mann unterwegs, klatschnass und glücklich kam das Gemüsekind vom Wasserspielplatz zurück.

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Am Abend übernachtet zum ersten Mal die Mutter von meinem Mann bei uns und passt auf das Gemüsekind auf. Klappt natürlich super und so können der Mann und ich ausgehen.

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Sonntagfrüh, nach einem kleinen Frühstück mit der Oma und Blumen vom Mann. Die Vorbereitungen für unseren Brunch laufen!

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Hat sich das Gemüsekind gewünscht: Bananen-Mandel-Schoko-Kuchen von Vegan Guerilla.

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Rote-Beete-Räuchertofu Quiche mit Quinoa und Kichererbsen-Granatapfel-Salat mit Minze aus „Vegan Lunchbox“. Dahinter Blätterteigschnecken, bestrichen mit Pesto und Paprika-Aufstrich und in süß mit Zimt und Zucker.

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Und noch ein paar Dips: Hummus, Cashew-Paprika (2 Dosen gesalzene Cashew-Nüsse püriert mit 2 roten Paprika, ggf. etwas Wasser, Olivenöl, Petersilie, Pfeffer und Chili-Flocken), und Kräuter-Quark (ungesüßter Provamel Soja-Quark mit frischen Kräutern, Salz und Pfeffer) und dazu das großartige „Life changing Bread“, ein Brot nur aus Haferflocken, Nüssen und Samen (eine deutsche Übersetzung des Rezepts findet ihr z.B. bei foods & everything)

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Rhababer-Blätterteig-Kuchen mit Baiserhaube. Die leider heute nicht mehr so schön war wie gestern, da das Baiser ziemlich zusammen gefallen ist. Überhaupt war der Kuchen sehr matschig, der Rhabarber zieht einfach sehr viel Flüssigkeit. Egal, schmecken tut er gut 😉 Ich würde aber empfehlen, ihn am selben Tag noch zu essen statt ihn für den nächsten Tag aufzuheben.

Für den Kuchen eine gefettete Form mit Blätterteig auslegen, 5-6 Stangen Rhabarber klein schneiden und mit ca. 60 g gemahlenen Nüssen, ich habe Haselnüsse genommen, und ebensoviel Zucker vermengen. Wer mag, mischt noch Rosinen drunter. Auf dem Blätterteig verteilen und mit der Baisermasse bedecken. Im Ofen bei 180°C Ober/Unterhitze ca. 40 Minuten backen, aufpassen dass nichts verbrennt.

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Am späten Nachmittag bin ich wieder Zuhause, der Mann und das Gemüsekind sind schon früher gegangen, aber holen mich wieder ab. Und heute machen wir nichts mehr, nur noch ausruhen und in der Badewanne spielen 🙂 Im Juni werden wir den Brunch wahrscheinlich wieder veranstalten, am ersten oder zweiten Wochenende. Die genauen Daten gebe ich noch mal bekannt. Mich hat es sehr gefreut, dass auch die vielen nicht-veganen Gäste begeistert von den Gerichten waren und nach Rezepten gefragt haben.

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Rezept: Vegane Baisers

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Seit dem ich das letzte Mal mit Aquafaba – veganem Eischnee aus Kichererbsenwasser – experimentiert habe, ist einige Zeit vergangen. Es wurde also Zeit! Für meine Baisers habe ich das Grundrezept der veganen Schokoküsse von Seitan is my Motor genutzt und es nur leicht verändert. Leider dauert das Backen wirklich lange, da man sie nur bei 100°C vorsichtig trocknen soll. Eine Dose Kichererbsenwasser hat bei mir übrigens für zwei Bleche gereicht.

Um rosafarbene Baisers zu backen, habe ich einen Schluck Rote-Beete-Saft an den „Eischnee“, beim Backen sind mir die Baisers allerdings fast alle zerlaufen oder wurden innen hohl. Sie waren wohl einfach zu flüssig, vielleicht nehme ich beim nächsten Mal mehr Guarkernmehl, damit die Masse fester wird.

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Rezept
Flüssigkeit aus einer Dose Kichererbsen
1/4 TL Guarkernmehl
1/8 TL Weinstein
ca. 70 g Puderzucker

Das Kichererbsenwasser mit dem Guarkernmehl aufschlagen, bis es fester wird. Dann Weinstein dazugeben und steif schlagen, das kann ein paar Minuten dauern. Eine Küchenmaschine hilft dabei ungemein 🙂

Guarkernmehl und reines Weinsteinpulver kannst du im Reformhaus oder auch z.B. bei Alnatura kaufen. Wenn die Masse steif ist, Puderzucker hineinsieben und noch mal gut verrühren.

Mit einer Spritztülle oder einem Frühstücksbeutel aus Plastik, in den ihr ein Loch schneidet, auf ein mit Backpapier oder einer Backmatte ausgelegtes Backblech spritzen. Im auf 100°C vorgeheitzen Ofen 1 1/2 bis 2 Stunden backen, je nach Größe.

Ich hatte rosafarbenes Aquafaba übrig und habe es mit einem Rhabarber-Kuchen gebacken. Die Baiserdecke ist schön aufgegangen – am nächsten Tag war sie aber nicht mehr so schön wie auf dem Bild, das Abdecken, die Wärme und die Feuchtigkeit haben ihr nicht gut getan. Also lieber gleich aufessen nach dem Backen 🙂

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Wochenende in Bildern 30. April & 1. Mai

Dieses Wochenende waren wir viel draußen, haben (wie jedes Wochenende 🙂 ) gut gegessen, uns mit Freunden getroffen und mein Mann und ich hatten sogar einen Gemüsekindfreien Abend.

Am Samstagmorgen haben das Gemüsekind und ich erstmal Brötchen gebacken, nach einem Rezept aus dem tollen Buch „Die Kunst vegan zu backen“.

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Während die Brötchen im Ofen sind, isst das Gemüsekind eine Portion Müsli, einen Morgen ohne Müsli gibt es bei uns nicht.

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Danach backe ich einen Kuchen für den Nachmittag: Blätterteig-Rhababer-Kuchen, das Rezept blogge ich die Tage noch, versprochen!

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Die Sonne scheint und es wird Zeit auf den Spielplatz zu gehen, dort essen wir auch zu Mittag.

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Am frühen Nachmittag besuche ich eine von Greenpeace organisierte Kleidertauschparty. Ich bringe fünf Kleidungsstücke mit und gehe mit vier neuen Teilen wieder nachhause. Die Stimmung ist total entspannt und das anprobieren und tauschen macht Spaß – so eine Kleidertauschgruppe hätte ich gerne auch im Freundeskreis. Also, falls jemand Lust drauf hat 🙂 Danach bekommen wir übrigens noch Besuch von einer Freundin, die leider nicht mehr ganz so nah bei uns wohnt wie früher, und verspeisen fast den ganzen Kuchen, während das Gemüsekind am Tisch einschläft.

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Am Abend bringe ich das Gemüsekind zu den Großeltern und N. freut sich so sehr, endlich mal wieder bei ihnen übernachten zu können. Und der Mann und ich freuen uns auf einen ruhigen Abend und gehen ins Habibi.

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Nach dem Essen treffen wir uns spontan wieder mit meiner Freundin und gehen noch Cocktails trinken. Am nächsten Morgen wache ich auch ohne Kind um kurz nach sechs auf. Wie funktioniert noch mal dieses Ausschlafen?

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Auch das Gemüsekind hat das mit dem Ausschlafen noch nicht verstanden und weckt meine Mutter um halb sechs. Kein Wunder, dass N. nach dem Frühstück auf dem Sofa einschläft.

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Am Nachmittag treffen wir eine Freundin und gehen gemeinsam mit ihrer Tochter im Wald spazieren und auf ein 1. Mai-Fest. Natürlich ist wahnsinnig viel los, aber die beiden haben Spaß, es gibt einen „Mitmach-Zirkus“ und zum Glück haben wir Essen vorbereitet – es gibt nur Bratwürste zu kaufen, nicht mal eine vegetarische Alternative wird angeboten.

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Und am Abend essen wir – oder zumindest der Mann und ich – das erstes Mal dieses Jahr weißen Spargel <3 In der Pfanne gebraten, mit Kartoffeln und als Soße testen wir das Tofu-Fondue von Lord of Tofu. Gewürzt mit ordentlich Hefeflocken schmeckt es nicht schlecht, aber die anderen Tofu-Sorten des Herstellers schmecken mir um einiges besser. Das Gemüsekind schläft endlich und muss noch einen Text fertig schreiben. Ich hoffe, ihr seid auch so gut in dem Mai gekommen wie wir!

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Vegan unterwegs – mit Kind

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Als ich anfing mich vegan zu ernähren, brach mir bei dem Gedanken zu verreisen zunächst leicht der Schweiß aus – was, wenn ich nirgendwo etwas geeignetes zu Essen finde? Damals war die Auswahl in den Supermärkten noch nicht ganz so riesig wie heute, aber trotzdem: Probleme hatte ich nie. In den hippen deutschen Großstädten findet man ja schon lange vegane Bistros und Cafés, die ich mir immer vorher bei Happy Cow rausgesucht habe. Sogar als ich für ein halbes Jahr in Südafrika war, konnte ich mehr als gut essen und auch in China hat es geklappt, wenn die Menschen dort auch immer erst mal verwirrt waren und mir statt keinem Fleisch viel Fleisch auftischen wollten.

Als vegane Familie zu verreisen ist auch kein Problem, man sollte sich nur etwas vorbereiten. Ganz wichtig fürs dauer-hungrige Gemüsekind: ausreichend Snacks dabei haben, wie Obst, Rohkost, Kekse, Müsliriegel, Nüsse, Trockenfrüchte oder Quetschbeutel (ja, ich weiß, der ganze Müll, doch sie haben uns schon so manches Mal unterwegs den Tag gerettet. Und aus dem Müll könnt ihr euch immer noch Taschen nähen lassen). Damit lässt sich auch jede langweilige Auto-, Bahn- oder Flugzeugreise überstehen. Wer in eine größere Stadt fährt, braucht nicht mal alles mitnehmen, sondern kann sich auch unterwegs neue Lebensmittel kaufen, in jedem Supermarkt wird man mittlerweile fündig. Und das nicht nur in Deutschland – als wir letztes Jahr in Paris waren, gab es auch dort im kleinsten Supermarkt Pflanzenmilch, Pudding, Aufstriche und fertige Salate. Wer in einer Kleinstadt oder auf dem Dorf ist, sucht nach einem Reformhaus, auch dort ist die Auswahl mittlerweile meist groß.

So probierfreudig das Gemüsekind Zuhause ist, so wenig möchte er unterwegs oder auch bei Freunden Neues probieren. Deshalb habe ich mir angewöhnt, immer Brot dabei zu haben; z.B. das Roggen-Vollkornbrot von Alnatura, hält sich problemlos ein paar Tage. Und, jetzt kommt das wichtigste: Erdnussmus. Das Gemüsekind liebt es über alles, also schleppe ich immer ein Glas mit. Sollte es im Hotel oder der Jugendherberge nur Marmelade geben, sind wir gerettet. N. ist da echt etwas eigen 😉 Genauso verhält es sich auch mit seinem geliebten Müsli, das muss morgens einfach sein. Also kaufen wir eben vor Ort Haferflocken oder ein fertig gemischtes Müsli und Pflanzenmilch.

Für mich ist noch ein wichtiger Punkt, wie streng vegan man unterwegs sein möchte. Ich weiß, für viele ist das überhaupt nichts, worüber sie diskutieren würden oder vielleicht würden sie uns sogar das Recht absprechen, uns als vegane Familie bezeichnen zu dürfen. Aber, das Gemüsekind ist eben ein Kind und kein Erwachsener, dem ich rational erklären kann, warum er dieses oder jenes nicht essen darf. N. isst zum Beispiel nur Schokoladeneis, er hat noch nie eine andere Sorte probiert. Eigentlich kein Problem, bei unseren zwei Eisdielen isst er entweder vegane Bitterschokolade oder Soja-Schokoladeneis. Unterwegs ist das aber nicht mehr so einfach und er würde niemals ein Fruchteis wählen. Will ich also so streng sein, dass ich meinem Kind unterwegs jedes Eis verweigere oder lasse ich ihn mit der Familie und Freunden sein Schokoladeneis essen? Für mich ist die Antwort klar.

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Und noch ein Beispiel: als wir letztes Jahr in Innsbruck waren, wollte das Gemüsekind unbedingt Doppelkekse im Bio-Supermarkt kaufen. Also in den nächsten denn’s, bei uns im Alnatura gibt es ja schießlich auch die veganen Doppelkekse von Plural. Tja, bei denn’s aber nicht, ich habe überhaupt keine veganen Kekse gefunden, die ihm schmecken könnten. N. ist schon leicht in Panik, bis er Doppelkekse von einer anderen Marke findet. Während ich ihm erkläre, dass sie aber leider mit Kuhmilch sind, schnappt er sie sich schon und rennt zur Kasse, wo er dem Kassierer entgegen schmettert: „Die sind leider mit Fleisch. Aber wir dürfen die trotzdem essen!“ Wir haben sie dann übrigens tatsächlich gekauft und habe ihm noch mal erklärt, was in den Keksen alles drin ist und dass wir kein Fleisch essen, auch nicht manchmal oder ausnahmsweise.

Mittlerweile freue ich mich übrigens schon immer sehr darauf in fremden Supermärkten nach veganen Lebensmitteln zu suchen, am liebsten in anderen Ländern. Und auch wenn man kein explizit als vegan ausgewiesenes Restaurant oder Cafè findet, so muss man nicht verhungern, viele Reis- und Nudelgerichte sind sowieso rein pflanzlich oder lassen sich veganisieren. Auch Pommes und Salat mit Essig und Öl gehen zur Not immer. Ein paar Tipps habe ich trotzdem noch für euch:

– Falls ihr mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt, bestellt vorher ein veganes Menü
– fragt beim Hotel/Pension/Jugendherberge nach, wie die Möglichkeiten zu rein pflanzlicher Ernährung aussehen
– Schaut vorher bei Google Maps, wie weit die nächsten Supermärkte/veganen Restaurants entfernt sind und wie ihr hinkommt
– Falls ihr in ein Land fliegt, in dem kaum englisch gesprochen wird, nehmt vielleicht den Vegan Passport mit, auf dem in verschiedenen Sprachen steht, was Veganer essen und was nicht
– in südlichen Ländern gibt es oft wunderbare Obst- und Gemüsemärkte
– Schaut mal bei „V“eltenbummler vorbei, vielleicht findet ihr dort euer Reiseziel
– Peta2: Veganer Einfkaufsguide für Supermärkte in Deutschland
– Und nicht vergessen vorher bei Happy Cow zu schauen

Habt ihr noch Tipps? Wie bereitet ihr euch als Veganer auf Reisen vor?