Eine Woche vegan in der Mutter-Kind-Kur

Seit acht Tagen bin ich nun mit dem Gemüsekind im Bayrischen Wald auf Mutter-Kind-Kur. Die erste Woche haben wir auch wirklich zum Zurechtfinden und Eingewöhnen gebraucht, jetzt geht es los mit den Kursen (für mich, N. ist Begleitkind) und wir haben schon einen kleinen Alltag hier. Am Ende der Zeit werde ich auf dem Blog auf jeden Fall einen ausführlichen Blogpost dazu schreiben, was wir die drei Wochen erlebt haben. Vielleicht habt ihr auch Fragen, die ich dann beantworten kann?

Auf Instagram habe ich immer mal wieder gezeigt, wie unsere vegane Verpflegung aussieht – die wirklich mehr als gut ist. Wir haben das große Glück, dass im Kurzentrum Sonnenschein ein sehr engagierter Koch arbeitet, der sich schon öfter mit uns zusammen gesetzt hat, um auf die Wünsche von mir und vom Gemüsekind einzugehen. Auch ein Diät-Assistent lebt selbst vegan und bestückt den Kühlschrank des Speisesaals für uns mit allem, was wir so brauchen könnten: Pflanzen-Milch, Aufstriche, vegane Wurst und Käse, Soja-Joghurt, Schoko-Pudding usw.

Ich dachte ja, ich würde das Kochen und Backen viel mehr vermissen, aber ehrlich gesagt ist es sehr, sehr angenehmen, sich eine Zeitlang um so wenig kümmern zu müssen. Obst kann man sich nach dem Mittagessen übrigens aus dem Speisesaal mitnehmen, ansonsten habe ich noch Nüsse und Trockenfrüchte gekauft, die knabbert das Gemüsekind zwischen drin und unsere B12-Tropfen von Ankermann habe ich auch mit dabei.

Hier ein paar Einblicke für euch 🙂

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Naturkindergarten – ein großes Glück für uns

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Ein Jahr lang besuchte das Gemüsekind die Kleinkindgruppe im Naturkindergarten (3x die Woche für 3 1/2 Stunden mit abwechselnder Elternbegleitung), seit Mitte August ist er nun täglich bei den Großen. Und das ist so ein Glück für uns! Hätten wir nicht vor einem Jahr den Platz bekommen, würde ich N. wahrscheinlich immer noch Zuhause betreuen. Nach einer missglückten Krippeneingewöhnung habe ich meinen festen Job gekündigt und von da an frei als Online-Journalistin gearbeitet. Kita und Frühbetreuung passte weder zu meinem Sohn noch zu mir. N. fiel es – vor allem früher – sehr schwer in Räumen mit Kindern zu bleiben, vielleicht wegen der Lautstärke. Es zog ihn immer schon nach draußen. Auch auf Spielplätzen waren wir immer diejenigen, die abseits spielten, in den Büschen und Bäumen drum herum.

Der Wald gibt meinem Sohn das, was er braucht: Weite und Freiheit, aber in einem geschützten Rahmen. Es gibt einen festen Waldplatz, zu dem sie täglich gehen, doch die Kinder können sehr selbstbestimmt entscheiden, was sie spielen wollen. N. erzählt auf der einen Seite stolz, dass alle Kinder seine Freunde sind, auf der anderen Seite spielt er aber auch gerne alleine. Und das ist kein Problem, der Waldplatz ist groß genug für alle Bedürfnisse.

Der Wald bietet ihm auch Ruhe und Bedachtheit, im Wechsel mit Wildheit. Ruhe beim Beobachten von Insekten oder beim Lauschen der Vogelgesänge. Wildheit beim Toben, Singen und Spielen. Da kann es auch mal laut zu gehen – das stört meinen Sohn in der Weite des Waldes nicht. Oft legt er sich zwischen drin einfach mal auf den Boden oder auf einen Baumstamm, um sich auszuruhen und neue Kräfte zu sammeln.

Im Wald gibt es aber auch Regeln – die für die Kinder verständlich und nicht willkürlich sind. Mit Werkzeugen darf nicht herum gelaufen und mit Stöcken nicht gehauen werden, beim Frühstück fangen alle gemeinsam an und beim Mittagessen wird gewartet, bis alle fertig sind. Es gibt einen Morgenkreis und bestimmte Haltepunkte auf dem Weg durch den Wald. Der Tag ist strukturiert und das gibt meinem Sohn Sicherheit.

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Die Kinder im Wald können die Jahreszeiten mit allen Sinnen erleben. Gerade haben sie immer wieder das Springkraut am Wegesrand springen lassen, Kletten und die ersten Eicheln gesammelt und bald schon wird das Gemüsekind wieder mit Armen voller Blätter nachhause kommen. Morgens ist es jetzt schon kühler und manchmal etwas feucht, in wenigen Wochen werden wir eine Jacke und eine festere Hose anziehen müssen. N. ist bei jedem Wetter glücklich, schließlich bietet jedes Wetter neue Möglichkeiten, selbst an Regentagen, an denen wir keine Lust haben, vor die Tür zu gehen, sind die Spielmöglichkeiten unendlich: Boote aus Blättern und Stöcken können in kleinen Rinnsalen fahren, die Kinder hüpfen durch Pfützen oder kochen in alten Töpfen Suppe.

Unser Naturkindergarten unterscheidet sich etwas von Waldkindergärten, da er in große Streuobstwiesen eingebunden ist. Hier beweiden Schafe und Esel die Wiesen und es gibt unzählige Obstbäume. Die Kinder werden in die Tierpflege mit einbezogen, kümmern sich um die Schafe, füttern von der Mutter verstoßene Lämmchen mit der Flasche und dürfen ab und an auf Pferden reiten. Sie erleben auch, wie die Streuobstwiesen gepflegt und bewirtschaftet werden. Jetzt ist es bald wieder Zeit für die Apfelernte und natürlich dürfen sie dann auch selbst keltern.

Nicht zuletzt haben wir großes Glück mit den Erziehern, von denen N. sofort begeistert war. Er kannte sie schon vom Sehen, da die kleine Gruppe sich zum Losgehen morgens am selben Platz trifft wie die große Gruppe. Nach zwei Tagen in der neuen Gruppe bleib er schon alleine da, nach zwei weiteren Tagen war er beim Mittagessen dabei und seit dem ist er die gesamte Zeit bis zum frühen Nachmittag dabei. Und so glücklich! Seine gute Laune hält den ganzen Tag an, bis er ins Bett geht. Morgens singt er im Bakfiets schon Lieder, kaum angekommen sagt er mir Tschüss und rennt los, spielt auf dem alten Traktor oder sucht sich einen neuen Stock.

Für meinen Sohn ist der Naturkindergarten genau das richtige und ich freue mich auf die nächsten drei Jahre dort <3

-> Im nächsten Blogpost möchte ich über das Mittagessen im Wald schreiben und ob vegan essen dort möglich ist – der Beitrag geht in den nächsten Tage online 🙂

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Wochenende in Bildern 27. & 28. August 2016

Was fällt mir zu diesem Wochenende ein? Wahnsinnig heiß, viel Zeit draußen (leider nicht im Wasser) und viel Zeit mit Freunden und Nachbarn. Schön!

#Samstagmorgen
Ich schaue aufs Handy – halb acht. „Wow, hat N. heute lange geschlafen!“, ist mein erster Gedanke. „Ach so, er ist ja bei der Oma“, mein zweiter. Aufgestanden ist er natürlich um sechs. Ich bringe Brötchen mit, nachdem das Gemüsekind schon die übrigen Nudeln von Vorabend gefrühstückt hat.

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#Hausfest
Zuhause angekommen starten wir gleich mit den Vorbereitungen für unser jährliches Haus- und Gartenfest, das wir gemeinsam mit den Nachbarn veranstalten. Dabei kommen auch Freunde mit ihren Kindern aus der etwas weiteren Nachbarschaft, das hat schon Tradition 🙂

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#Salatbuffett
Vor lauter Unterhalten mit den Gästen, vergesse ich völlig Bilder zu machen. Das Gemüsekind geht zwischendrin mit unseren Freunden und den anderen Kindern auf den Wasserspielplatz und nachdem ich ihn ins Bett gebracht habe, sitzen wir noch bis halb eins draußen. Warm genug ist es ja – sogar richtig angenehm im Gegensatz zu unser Wohnung im Dachgeschoss.

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#Sonntagmorgen
Frühstück mit Brezel- und Bagutteresten.

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#Aufräumzeit
Nach dem Frühstück spielen wir noch ein bisschen, dann geht es wieder in den Garten – Flaschen sortieren, Müll einsammeln, Bänke und Tischen zusammen klappen und weg fahren usw….

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#Siesta
Zum Glück kann ich das Gemüsekind zu einem Mittagsschlaf überreden, bei dem ich auch mit eindöse. Danach esse in Ruhe Salat-Buffetreste und schaue Modern Family.

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#Waldausflug
Am späten Nachmittag fahren das Gemüsekind und ich noch mit dem Bakfiets in den Wald. Wir bestaunen neue Kunstwerke vom Waldkunstpfad, planschen im See (ok, der See ist eher ein großer Teich) und es findet eine Kinder-Aufführung vom „Kleinen Prinzen“ statt. Wir dürfen uns danach um ein paar Requisiten kümmern, lassen Luftballons zerplatzen und nehmen ein paar mit nachhause.

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#Waldpause

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#Abendessen
Nach dem Waldausflug wird erst mal gebadet, danach gibt es Abendessen – natürlich wieder Reste 😉 Jetzt habe ich dem Gemüsekind ein Buch vorgelesen und gefühlt hundert Lieder vorgesungen, bis er eingeschlafen ist; an Mittagsschlaftagen kann es immer dauern. Und ich werde jetzt aus dem Wohnzimmer flüchten – mit „nur noch“ 30°C der wahrscheinlich wärmste Raum der Wohnung.

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-> Noch mehr Wochenenden und viele schöne Bilder findet ihr bei Susanne von Geborgen Wachsen und all den anderen Blogs in der Liste

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5 Tage Naturkindergarten, 5 Tage veganes Waldfrühstück

Schon ist die zweite Woche im Naturkindergarten zu Ende – und die Eingewöhnung lief so wunderbar und unkompliziert, dass ich es kaum glauben kann. Das Gemüsekind fühlt sich wohl und ist total ausgeglichen und glücklich. Nächste Woche möchte ich euch gerne mehr zum Naturkindergarten und auch zum Mittagessen dort erzählen, bis dahin gibt es ein paar Frühstücks-Eindrücke: 5 Tage, 5 vegane Lunchboxen.

Montag: Fladenbrot mit Mandel- und Erdnussmus (damit sind all die Brote bestrichen, jeden Tag. Herzhafte Aufstriche mag N. nicht so gerne und er besteht auf Nussmus), Brezelchen, Cashew-Nüsse, getrocknete Aprikosen, Paprika und Karotte.

Ich probiere übrigens die Brotbox so zu befüllen, dass es von der Menge her gut reicht, also dass das Gemüsekind alles aufessen kann und nicht Umengen übrig bleiben. Meistens klappt es auch, die Dose ist fast immer leer.

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Dienstag: Vollkornbrot (wie immer selbst gebacken), Gemüse-Tortellini, Gurke, Paprika, Karotte, Apfel und ein Energiebällchen aus Nüssen und Trockenfrüchten.

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Mittwoch: Brote, getrocknete Aprikosen, Walnüsse, Freche Freunde Snacks, Paprika und Karotte.

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Donnerstag: Brote, Kürbiskuchenbrot, Erbsen, Walnüsse, Äpfel und Karotte. Die Erbsen habe ich tiefgefroren am Abend zuvor schon in die Lunchbox und in den Kühlschrank; es reicht aber auch noch sie morgens in die Box zu machen, sie sind bis zum Frühstück aufgetaut.

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Freitag: Brote, Kürbiskuchenbrot, Walnüsse, Karotte, Paprika und Mandel-Räuchertofu.

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Die Dose vom Gemüsekind ist übrigens von LunchBots und wir haben sie bei Kivanta gekauft. Wir nutzen sie jetzt seit ca. 1 1/2 Jahren fast täglich und ich kann sie nur empfehlen.

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Wochenende in Bildern 20. & 21. August 2016

Heute zeige ich auch mal wieder unser Wochenende in Bildern – und dafür, dass ich erst dachte, es wird ein ganz ruhiges Wochenende, war ganz schön viel los 🙂

Gleich nach dem (frühen) Aufstehen am Samstagmorgen erst einmal eine Portion Müsli mit der Lieblingspflanzenmilch essen und dann mit dem Fahrrad (zum ersten Mal) Brötchen holen. Um mal kurz sentimental zu werden: bei Ereignissen wie Fahrradfahren lernen, merkt man wieder so richtig, wie groß das Kind wird – das ist schön und erschreckend zugleich.

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Frühstück mit dem letzten Gläschen Löwenzahnhonig, Tee und frisch gespresstem Orangen-Apfelsaft.

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Nachdem wir mit unseren Nachbarn das Haus- und Gartenfest weiter geplant haben, gehen wir mit dem Mann in die Stadt. Heute ist Christopher Street Day in Darmstadt und wir erklären N., dass er lieben und heiraten kann, wen er möchte. Er findet die „Hunde“ neben sich viel spannender und erzählt heute noch von ihnen 😉

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Wir gehen noch kurz einkaufen, das Gemüsekind braucht einen Gürtel und sucht sich dabei noch ein „Frozen“-Set mit Haarspangen, Haarklammern und einem Ring aus. Mädchen- oder Jungssachen? Für ihn gibt es da keinen Unterschied – und das finde ich ganz wunderbar <3

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Auf dem Nachhauseweg schläft das Gemüsekind im Bakfiets ein und der Mann und ich nutzen die seltene Chance zusammen Kaffee (oder Tee) zu trinken.

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Den Rest des Regennachmittags verbringen wir gemütlich Zuhause, lesen, spielen und räumen auf. Mit dem Gemüsekind koche ich gemeinsam Abendessen: N. schält alle Erbsen, stampft den Kartoffelbrei und füllt sich selbst auf. Begeistert davon, dass er selbst Kartoffelbrei gemacht hat, nimmt er sich eine große Portion – und isst doch nichts davon, Kartoffeln mag er einfach nicht.

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Am Sonntagvormittag ist es so weit – das zweite Rhein-Main Elternbloggercafé, organisiert von Frida von 2KindChaos und Marsha von Mutter & Söhnchen findet statt! Wir frühstücken zusammen, sprechen über unsere Blogs und privates, die Kinder spielen und viel zu schnell (zwei Stunden später) habe ich ein müdes Kind, das keine Lust mehr hat. Aber schön war es, danke an alle!

Mit dabei waren übrigens Sabrina von Wunschkind Herzkind Nervkind, Dani von Glucke und so, Sarah von Schwesternliebe & wir, Carina von Nordhessenmami, Christina von Rabaukenmami, Mara von Erdbeerlila, Julia von Die gute Kinderstube, Martina von Jolinas Welt, Sabrina von Babykeks und Jenny von Kind und Studium.

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Goodiebag (danke!) erfreut begutachten.

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Am Nachmittag machen wir noch einen Abstecher zu Oma und Opa und ich werde bekocht: „Du kannst den Fisch ruhig essen, Mama. Der ist sowieso schon tot. Wenn du ihn nicht isst, dann wird er weggeschmissen.“ Ich frage mich, wie das Gemüsekind darauf kommt, es klingt, als hätte ich das tatsächlich mal so gesagt, aber daran würde ich mich erinnern…

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Zuhause packen wir – oder besser gesagt das Gemüsekind, das ist jetzt nicht mehr meine Tasche – den Goodie-Bag aus und alles wird ausprobiert und bespielt. Besonders freuen wir uns über die Spiele von Amigo, von denen wir mittlerweile richtige Fans geworden sind.

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Abendessen und Schlafenszeit – auch für mich. Ich hoffe, ihr hattet auch alle ein schönes Wochenende!

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 -> noch mehr Wochenenden in Bildern findet ihr natürlich bei Geborgen wachsen

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Videos für vegane Kinder

Durch einen Link in der Facebook-Gruppe „Vegane Kinder in Deutschland und Umgebung“ (die ich nur empfehlen kann), schaue ich seit einer Stunde YouTube Videos für vegane Kinder – oder vielmehr suche ich nach guten Videos. Es gibt unzählige Videos von veganen Bloggern, von Eltern, die zeigen, was ihre Kinder den Tag über essen oder die Tipps für den Alltag geben. Aber Videos, die sich speziell an Kinder richten, sind selten. Oder selten gut.

Eines der wenigen deutschsprachigen Videos kommt vom noch neuen Channel „Vegane Kinder“. Meinem Sohn habe ich den kurzen Clip noch nicht gezeigt, da er zum Glück gerade schläft 😉 Ich finde die Grundstimmung des Videos zu traurig, liegt vermutlich an der Musik und mir würde es gut gefallen, wenn es am Ende fröhlicher werden würde, wenn sich der Junge darüber freut, kein Fleisch zu essen.

Kennt ihr Bite Size Vegan? Von Emily, die ja sehr bekannt unglaublich aktiv auf YouTube ist, gibt es auch Videos, die sich extra an Kinder richten. Ich würde sie meinem Sohn zeigen, wenn er etwas älter ist (und dann so gut englisch spricht).

Sehr gerne mögen das Gemüsekind und ich die Videos von Hof Butenland; ich träume ja sowieso davon, dort mal mit dem Mann und meinem Sohn Urlaub zu machen. Bauernhof-Urlaub würde dem Gemüsekind bestimmt sehr gefallen – aber ich möchte auf keinen Hof, auf dem Tiere geschlachtet werden oder es normal ist, die Milch der Kühe zu trinken.

Seid ihr aktiv auf YouTube oder kennt ihr gute Videos für Kinder? Dann immer her mit euren Tipps! Und bis dahin reden wir einfach weiter darüber 🙂

Vegan in Innsbruck Teil II

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Wir sind wieder da! Die letzte Woche haben wir in Innsbruck verbracht und dass es sich als Veganer dort gut leben lässt, habe ich ja letztes Jahr schon berichtet. In diesem Jahr haben wir viel weniger unterwegs gegessen, da wir viel Zeit mit unseren Freunden auf einer Berghütte und Zuhause verbracht haben. Und da Josef und Rebecca die perfekten Gastgeber sind, gab es immer ein großes Angebot an veganen Lebensmitteln.

Für die circa sechsstündige Autofahrt hatte ich mehr als genug Snacks, Spiele, Bücher, Kassetten und Co. zur Beschäftigung eingepackt. Im Endeffekt haben wir aber nur eine richtige Pause gemacht und das Gemüsekind hat sich am liebsten mit uns unterhalten – oder gemotzt, im Auto fühlt sich N. einfach nicht wohl und möchte dann aber auch mit nichts abgelenkt und beschäftigt werden. Nicht mal das Angebot, so viel iPad zu spielen wie er möchte, hilft da.

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An unserem ersten Tag in Innsbruck hat es leider ordentlich geregnet, wir sind trotzdem in die Stadt und während das Kind in der Betreuung vom Einkaufszentrum gespielt hat, haben wir in Ruhe Kaffee getrunken.

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Trotz des Regens haben wir auf dem Rückweg zu unseren Freunden noch „Kurt Frozen Yoghurt“ einen Besuch abgestattet. Schoko-Kokos mit einem Berg Schokodrops schmeckt auch in Regenkleidung auf dem Boden des Ladens 🙂

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Das vergangene Wochenende haben wir mit vielen Freunden auf einer Berghütte verbracht und hatten sehr viel leckeres (veganes) Essen dabei. Nur am ersten Abend sind wir zum Essen in eine Hütte, das Gemüsekind hat Pommes bestellt (und tatsächlich eine Handvoll gegessen), das war dann aber neben Salat auch so ziemlich das einzige vegane Gericht. Für Vegetarier ist das Angebot schon deutlich größer.

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Veganer Grillteller am Samstagabend.

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Darf nie fehlen: Müsli.

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Bester Nachtisch: Manner-Schnitten. Vor allem diese zitronige Sorte – hat sie jemand schon in Deutschland entdeckt? Wenn ja: bitte ein paar Kilo davon an uns schicken!

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Am Ende des Wochenendes hat sich dann auch die Sonne endlich blicken lassen. Leider war der Abstieg unsere einzige „Wanderung“ – nächster Sommer, nächster Versuch 😉

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Mit dem Gemüsekind habe ich noch einen kleinen Stadtausflug gemacht und wir haben uns den verpackungsfreien Laden Liebe & Lose angeschaut. Momentan gibt es nicht so viel zu kaufen, da das Sortiment überarbeitet wird, aber vom Konzept bin ich immer noch begeistert, hätte ich gerne auch in meiner Stadt. Trockene Lebensmittel wie Mehl, Nudeln oder Getreide und Nüsse sollten meiner Meinung nach aber auch einfach die größeren Supermärkte verpackungsfrei zum selbst Abfüllen anbieten.

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Sogar Klopapier und Küchenrolle gibt es einzeln zu kaufen.

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Natürlich mussten wir noch ein zweites Mal veganen Frozen Yoghurt essen – aber es dauert jetzt ja leider auch wieder ein paar Monate, bis wir wieder welchen essen können, dabei schmeckt er mir viel besser als Eis.

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Das Gemüsekind schläft nach einem Schwimmbadbesuch früh ein und während unsere Freunde aufpassen, testen der Mann und ich die veganen Burger bei Ludwig. Die Zwiebelringe gebe ich gleich an meinen Mann weiter und auch auf etwas Hummus hätte ich verzichten können (ja, es gibt ein zu viel an Hummus), aber ansonsten ist der Burger-Laden einen Besuch wert.

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…und dann ist die Zeit leider schon wieder um. Morgens schmiere ich Brote, brate Tofuwürstchen und schneide Äpfel für die Rückfahrt. In der Apotheke kaufe ich noch ein „Sea-Band“ fürs Gemüsekind, dem immer so schnell übel wird beim Autofahren. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es tatsächlich hilft – die zweite Hälfte der Fahrt, wollte N. sie nicht mehr tragen, er fand sie unangenehm eng. Hat jemand von euch Erfahrungen damit oder Tipps gegen Reiseübelkeit bei Kindern? Wir verreisen zum Glück selten mit dem Auto, mussten aber auch schon unseren Reboarder verkaufen, da sich das Gemüsekind darin sogar bei kurzen Stadtfahrten übergeben hat.

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Tschüss Innsbruck, oder, wie das Gemüsekind gelernt hat: „baba!“

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Gemüsekind-Gespräche

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Das Gemüsekind und ich spielen mit Autos und Duplo-Figuren.

Gemüsekind: „Hallo Bär, heute gibt es scharfes Fleisch mit Knochen zu essen.“

Ich: „Oh, ich glaube, das esse ich nicht. Ich esse doch kein Fleisch.“

Gemüsekind: „Aber das ist doch nur im Spiel! Nicht in echt.“

Ich: „Warum essen wir denn in echt kein Fleisch?“

Genüsekind: „Weil wir vegan leben.“

Ich: „Aber warum leben wir vegan?”

Gemüsekind: „Weil wir kein Fleisch essen wollen. Wir wollen lieber, dass die Tiere leben.“

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Bei unseren Spielen und der Auswahl der Gerichte, die das Gemüsekind dabei anbietet, merkt man doch sehr, wie stark ihn das Thema Ernährung und was wir essen und was nicht, beschäftigt.

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Wochenende in Bildern 30. & 31. Juli 2016

Das letzte Wochenende dieses Monats ist schon wieder fast vorbei – die Überschrift erinnert mich daran, sonst würde ich gar nicht bemerken, wie schnell die Zeit vergeht. Gerade beim Durchschauen der Wochenend-Bilder fiel mir auch auf, wie groß das Gemüsekind geworden ist! Kennt ihr das, im Alltag bemerkt man es gar nicht so, bis man sich plötzlich Bilder und Videos der Kinder anschaut? Mich fasziniert heute Abend besonders ein Video vom Vormittag, N. übt mit meiner Hilfe Fahrradfahren <3

Samstagmorgen, Zeit zum Malen und spielen, während wir darauf warten, dass der Bäcker um halb acht öffnet. Ja, wir sind schon lange davor wach.

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Brötchen holen, immer mit dabei: ein sauberer Jutebeutel, um den Müll der Brötchentüte einzusparen.

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In Darmstadt gibt es dieses Jahr zum zehnten Mal im Sommer die „Kinderstadt“, eine Art Abenteuerspielplatz, bei dem sich Kinder zwischen 5 und 14 Jahren mit Holz, Werkzeug, Farben, Autoreifen, Seilen und vielem mehr ihre eigene Stadt bauen – ohne Eltern. Wir bewundern die Bauwerke und ich freue mich schon darauf, wenn das Gemüsekind alt genug ist mitzumachen.

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Mittagessen heute spontan im Mosch Mosch, das Gemüsekind hat mich dazu überredet und es klappt erstaunlich gut – mit dem Sitzen bleiben und gemütlich essen hat N. es ja nicht so 😉

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Nach dem Essen dreht das Gemüsekind noch ein paar Runden mit dem Laufrad, danach bringe ich ihn zu meinen Eltern, wo er übernachten wird. Der Mann und ich haben einen Gutschein von der Thermen- und Badewelt Sinsheim, den wir am Abend einlösen, die Therme hat zum Glück bis 24:00 geöffnet. Der Abend hat uns so gut getan, so entspannt war ich tatsächlich seit Monaten nicht mehr. Kann ich als Geschenk für gestresste Eltern nur empfehlen 🙂

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Am Sonntagmorgen holen wir ein glückliches Kind ab und finden auf dem Nachhauseweg noch kleine Sperrmüllschätze.

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Gartenzeit mit Soja-Joghurt Melonen-Eis.

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Das Gemüsekind überredet mich dazu „Coco der neugierige Affe“ zu schauen und ich backe in der Zeit Pflaumenkuchen. Der nicht besonders schön geworden ist, aber dafür, dass ich improvisieren musste, da mir mehrere Zutaten gefehlt haben, sehr gut schmeckt. Gebacken habe ich den Teig mit Weizenvollkornmehl und Kokos- und Olivenöl; fürs Gemüsekind müssen die Pflaumen runter: „Die sind so scharf, die brennen in meinem Mund wie Feuer!“

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Danach gehen wir noch auf den Spielplatz, inklusive ein paar „Durchdreher“ von Seiten des Gemüsekinds am Ende – kein Wunder, N. ist einfach müde. So müde, dass er um halb fünf auf dem Sofa einschläft. Ich habe ihn mittlerweile ins Bett getragen und hoffe einfach, dass er bis morgen früh durchschläft.

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Vor meinem Mann liegen noch ein paar Stunden Autofahrt, er muss wieder beruflich verreisen, und so gibt es ein frühes gemeinsames Abendessen: Reis- und Hirse-Salat mit Rohkost und Oliven-Tofu. Habt alle einen schönen Abend und kommt gut in die neue Woche 🙂

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